Archiv für den Monat: September 2014

Neue Erfindungen werden schwieriger

Jeder hat sich schon einmal mit dem Problem herumgeschlagen, sich in einem Stadtplan zurechtzufinden. Einmal geöffnet, muss man sich sehr stark konzentrieren und ein gewisses logisches Verständnis mitbringen, um die Stadtpläne in ihre herkömmliche Handtaschenform zurück zu falten.

Der Österreichische Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverbandes sagt, es werde immer schwieriger seine Ideen zu vermarkten (Foto: Österreichischer Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband)

Der Österreichische Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverbandes sagt, es werde immer schwieriger seine Ideen zu vermarkten (Foto: Österreichischer Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband)

Damit soll dank des wasserfesten und zerknüllbaren Stadtplanes jetzt Schluss sein, die neueste Erfindung soll man sich ohne Probleme in die Hose stopfen können, ohne dass er zerreißt. Wahrlich ein Fortschritt, niemand hätte wohl gedacht, dass man diese Erfindung benötigt, bevor sie ins Leben gerufen worden ist. Unser Alltag wird von unzähligen Dingen mehr oder weniger beherrscht, der Erfindergeist reißt trotzdem nicht ab.

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Fahrrad-Rasenmäher

Warum nicht das Nützliche mit dem Hobby und viel Spaß verbinden? Das dachte sich der Tüftler Manfred Fischer und hat den Fahrrad-Rasenmäher erfunden.

Hobby-Gärtner mit großer Rasenfläche wissen – Rasenmähen ist anstrengend und zeitaufwendig. Das ständige Bücken belastet den Rücken und selbst für begeisterte Hobby-Gärtner gehört das Rasenmähen mit all seinen Unannehmlichkeiten meist nicht zur Lieblingsbeschäftigung. Dem Erfinder des Fahrrad-Rasenmähers ging es nicht anders. Also kombinierte er Fahrrad und Elektrorasenmäher und kam auf die geniale Idee daraus den Fahrrad-Rasenmäher zu konstruieren.

Manfred Fischer ist begeisterter Hobby-Gärtner und leidenschaftlicher Fahrradfahrer. Bei der Pflege seines großen Rasens hat er sich oft, wie so viele, über das anstrengende und zeitraubende Mähen geärgert. Also kam er auf die Idee, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Zum Antrieb seines Fahrrad-Rasenmähers verwendete Manfred Fischer ein halbes Fahrrad. Mit diesem wird der integrierte Elektromäher angetrieben. Als Lenkung für den vierrädrigen Mäher baute der Tüftler ein altes Trabi-Lenkrad an seine Konstruktion. Manfred Fischer kann nun sitzend seinen Rasen mähen und dabei seiner Fahrradleidenschaft frönen. Das ist rückenschonend und sorgt doch für ausreichende Bewegung. Auch der Zeitaufwand zum Mähen hat sich dank dieser Konstruktion für Manfred Fischer erheblich reduziert. Brauchte er zuvor vier Stunden um seinen Rasen zu mähen, benötigt er jetzt nur noch die Hälfte der Zeit.

Der Erfinder hat zwei Jahre lang für die Konstruktion seines Fahrrad-Rasenmähers gebraucht und ist von seiner eigenen Idee mehr als begeistert. Ob der Fahrrad-Rasenmäher jedoch eine neue Variante auf dem Rasenmäher-Markt werden wird, ist fraglich.

Stielhalter My-Käfer

Ausgerechnet auf der PSI-Messe wurde eine neue lustige, aber auch praktische Erfindung vorgestellt, die nach Meinung des Erfinders auf dem Werbemittelmarkt eine große Zukunft haben kann – den Stielhalter My-Käfer.

Wer kennt nicht das Problem umfallender Besen, wenn sie nur mal kurz an die Wand gelehnt werden sollen? Auch der selbstständige Modellbaumeister Gerhard Mayer kennt das Ärgernis aus eigener Erfahrung. Nicht nur im Haushalt, sondern auch in der eigenen Werkstatt waren umfallende Besen für ihn ein solches Ärgernis, dass er, auf der Suche nach Abhilfe, auf die Idee des Stielhalters My-Käfer kam.

Der Stielhalter besteht PE/TPE und wird auf das Ende des Besenstiels aufgesteckt. Das spezielle Kunststoffmaterial findet an jeder Oberfläche Halt. Wird der Besen also irgendwo angelehnt, hält ihn der Stielhalter aufgrund seiner haftenden Materialeigenschaften genau dort, wo er abgestellt wurde.

Auch optisch hat der Stielhalter einiges zu bieten. Designt als kleiner Marienkäfer inmitten eines Straußes aus grünem Klee, ziert der Stielhalter das Ende des Besenstiels und sorgt zusätzlich zu seiner eigentlichen Funktion für positive Emotionen beim Fegen und Putzen.
Der Erfinder selbst ist nicht nur von der Nützlichkeit seiner Erfindung überzeugt, sondern glaubt auch ganz fest daran, dass das praktische und lustige Krabbeltier auf dem Werbemittelmarkt erfolgreich sein kann. Ob dies tatsächlich so sein wird und ob umfallende Besen für viele tatsächlich so ein großes Ärgernis sind wie für den Erfinder Gerhard Mayer, bleibt abzuwarten. Der Stielhalter My-Käfer ist bislang zumindest noch nicht im Handel erhältlich.

Pilo – die Alternative zur handelsüblichen Batterie

Das französische Start-up Unternehmen Pilo hat eine Technologie entwickelt, die in Zukunft handelsübliche Batterie ersetzen könnte. Das neue Gerät ist nicht nur wesentlich umweltfreundlicher, sondern ist auf Dauer auch weitaus kostengünstiger, als der Gebrauch herkömmlicher Batterien.

Batterien gelten als einer der größten Umweltverschmutzer, doch Jahr für Jahr werden überall auf der Welt Unmengen an Batterien verkauft und nach Gebrauch entsorgt. Allein in Frankreich gehen jährlich mehr als 600 Millionen Batterien über den Ladentisch. Das brachte das französische Start-up auf die Idee, eine völlig neuartige Form von Batterien zu entwickeln.

Anders als die bisher gebräuchlichen Varianten hat die neu entwickelte Pilo Batterie eine unbegrenzte Lebensdauer und lässt sich durch Bewegung wieder aufladen. Damit ist sie nicht nur endlos haltbar, sondern auch umweltfreundlich. Der Auflademechanismus funktioniert denkbar einfach. Wird die Pilo Batterie zum Beispiel in eine Fernbedienung eingesetzt, reicht das Bewegen der Fernbedienung aus, um den Auflademechanismus der Batterie in Gang zu setzen.

So einfach, wie die Funktionsweise der neuen Batterie erscheint, war die Entwicklung der neuen Technologie jedoch nicht. Aufgrund technischer Schwierigkeiten, die erst einmal überwunden werden mussten, musste das gesamte Entwicklungsprojekt mehrfach unterbrochen werden. Ab Oktober sollen nun aber die ersten Prototypen der Pilo Batterien mit einer Spannung von 1,5 V weltweit auf den Markt kommen. Die Entwickler hoffen, dass die neuartigen Pilos in Zukunft die umweltbelastenden Batterien völlig ersetzen und dürften gute Chancen haben, dieses Ziel auch zu erreichen.

Apptimierer – die App zum Selbermachen

Der Gebrauch von Apps nimmt mehr und mehr zu und gewinnt auch zur Umsatzsteigerung für Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Mit dem Apptimierer haben die BTU-Informatiker Marc Richter und Jonathan Philipps nun ein Programm entwickelt, mit dem vor allem kleine und mittelständische Unternehmen ihre Apps selbst konzipieren können.

Im Zeitalter von Smartphone und Tablet-PC gehört die Nutzung von Apps für die Mehrheit der Verbraucher zum Alltag. Auch für Unternehmen werden sie zur Umsatzsteigerung und als Kundenservice immer wichtiger, sodass viele Unternehmen kaum noch daran vorbeikommen, ihren Kunden eine unternehmenseigene App zur Verfügung zu stellen. Das wiederum erfordert entsprechende Investitionen, die durch die neue Erfindung des Unternehmens Time4Innovation weitaus geringer ausfallen, als dies bei einer externen App-Entwicklung der Fall ist. Die BTU-Informatiker Marc Richter und Jonathan Philipps entwickelten ein User-Programm zur Erstellung einer eigenen App und vermarkten dies inzwischen über das eigene Unternehmen.

Mit dem neuen App-Konfigurator können Unternehmen selbst ihre eigene App erstellen. Die Anwendung ist einfach und unkompliziert und die Kosten für eine neue unternehmenseigene App weitaus geringer als bisher. Daher ist der Apptimierer vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen interessant. Ähnlich wie beim Do-it-yourself-Baukastensystem für die eigene Homepage funktioniert nun auch die Konfiguration einer eigenen App. Selbst Laien können mithilfe des Apptimierers nun eine eigene App kreieren. Für die Umsetzung ihrer genialen Idee erhielten die Erfinder und ihre Firma den Innovationspreis-IT 2014 in der Kategorie Apps.

Ausziehbare Hunderampe

Vor allem die Besitzer großer oder alter Hunde kennen die handelsüblichen Hunderampen fürs Auto. Diese entsprachen jedoch nicht den Vorstellungen von Hans-Jürgen Jertz. Er erfand daher eine ausziehbare Hunderampe.

Hans-Jürgen Jertz ist selbst Hundebesitzer und kennt die Problematik des Ein- und Aussteigens der Vierbeiner in den Kofferraum des Autos aus eigener Erfahrung. Ältere Tiere schaffen es oftmals nicht mehr, alleine in den Kofferraum zu springen und müssen daher von ihrem Herrchen hineingehoben werden. Dies ist vor allem bei großen und schweren Hunden meist ein schwieriges und anstrengendes Unterfangen. Doch auch bei jungen Tieren ist das Springen in den Kofferraum nicht ganz unproblematisch. Gelenke und Muskulatur des Hundes werden sehr stark beansprucht. Das kann zu gesundheitlichen Problemen führen, wenn der Hund regelmäßig im Auto transportiert wird.

Der Erfinder war aber mit den handelsüblichen Hunderampen mehr als unzufrieden und konstruierte daher eine neuartige, ausziehbare Hunderampe. Die herkömmlichen Rampen sind sperrig. Vor allem in Fahrzeugen mit relativ kleinem Kofferraum hat der Hund daher kaum mehr Platz im Kofferraum, wenn auch noch die Rampe darin verstaut werden muss. Zudem sind die Rampen sehr steil, sodass viele Hunde nur ungern über die Rampe ins Auto steigen und alte oder kranke Tiere damit gar nicht zurechtkommen.

Hans-Jürgen Jertz konstruierte seine ausziehbare Hunderampe aus einer Teleskopleiter. So lässt sich die Rampe nach dem Gebrauch praktisch zusammenschieben und ist im ausgezogenen Zustand zudem länger und damit für den Hund flacher als die handelsüblichen Rampen. Zusätzlich wurde die ausziehbare Hunderampe mit einer trittsicheren Spezialfolie beschichtet, sodass die Tiere sicheren Halt finden und die Verletzungsgefahr dadurch weitaus geringer ist, als bei den bisherigen Hunderampen.

Skivergnügen auch im Sommer – mit der textilen Skipiste

Passionierte Ski- und Snowboard-Fahrer würden ihren Lieblingssport am liebsten zu jeder Jahreszeit ausüben. Bislang war dies allenfalls in Ganzjahres-Skihallen möglich. Doch mit der textilen Skipiste von Jens Riedl muss Skivergnügen unter freiem Himmel und das zu jeder Jahreszeit kein Wunschtraum mehr bleiben.

Jens Riedl ist seit Jahren ein passionierter Skifahrer und kannte den Wunsch so vieler Ski- und Snowboard-Fans, ihrem Sport zu jeder Jahreszeit nachgehen zu können, gut aus eigener Erfahrung. Das brachte den Wirtschaftsingenieur auf die Idee der textilen Skipiste, die schon bald allerorts den größten Wunsch ausgemachter Wintersportfreunde real machen könnte.

Bei der textilen Skipiste handelt es sich um eine Art von Teppich. In einem völlig neuen Webverfahren werden die riesigen Bahnen aus Kunststofffasern hergestellt. Sie besitzen eine besonders stabile und dazu gleitfähige Oberfläche, sodass das Ski- und Snowboard-Fahren problemlos darauf möglich ist. Mit den Textilbahnen kann ein kompletter Hang ausgelegt werden. Dank der rutschfesten Unterseite hält das textile Gewebe auf dem natürlichen Untergrund. Mit Hilfe von Klettverschlüssen lassen sich mehrere Bahnen zusammenfügen, sodass die künstliche Skipiste je nach Bedarf der Hanggröße angepasst werden kann.

Der findige Wirtschaftsingenieur hat seine Idee inzwischen zusammen mit Arndt Schumann und Felix Neubert in die Tat umgesetzt und präsentiert seine Erfindung auf entsprechenden Fachmessen und Events. Auch der MDR hat bereits über Riedls Erfindung berichtet und die Skipiste von einem erfahrenen Skilehrer testen lassen. Alles in allem hat Jens Riedl mit seiner textilen Skipiste eine Idee umgesetzt, die bei leidenschaftlichen Wintersport-Fans auf große Begeisterung stoßen wird.

Kein moderner Zauber – Tarnkappe im Miniformat

Was seit jeher ein Menschheitstraum war, kann nun, zumindest im technischen Bereich, zur Realität werden. Das Karlsruher Forscherteam von Professor Wegener hat eine optische Tarnkappe entwickelt, mit der Gegenstände unsichtbar gemacht werden können.

Was Harry Potter eindrucksvoll mit seinem Tarnumhang gelingt, ist nun Professor Wegener und seinem Team am Karlsruher Institut für Technologie in der Realität gelungen. Die Forscher entwickelten eine optische Tarnkappe, mit deren Hilfe auf der Grundlage der Transformationsoptik Gegenstände unsichtbar gemacht werden können.

Das winzige Gerät ist kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares und besteht aus Silikon und Melamin. Die optische Tarnkappe streut Wellen und Lichtstrahlen diffus im Nebel oder hinter Milchglas, sodass das Licht zwar durchgelassen wird, die Lichtquellen allerdings verschleiert werden. Dieser Effekt wird erzeugt, indem elektromagnetische Wellen gestreut, statt wie normalerweise üblich gebündelt werden.

Das Prinzip der optischen Tarnkappe könnte in Zukunft durchaus Anwendung im alltäglichen Gebrauch finden. So ist es vorstellbar in Zukunft in Milchglasscheiben Eisenstangen zu integrieren, die optisch unsichtbar bleiben. Damit wäre ein zuverlässiger Schutz vor Einbrechern in Fenstern mit Milchglas denkbar, der optisch in keiner Weise störend ist, da er ja für das menschliche Auge unsichtbar wäre.

Bis die neue Tarnkappentechnologie zur realen Anwendung zur Verfügung steht, ist noch ein langer Weg, denn die optische Tarnkappe von Professor Wegener und seinem Team befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Doch schon jetzt ist absehbar, dass die neue Technologie im alltäglichen und realen Gebrauch noch ungeahnte Anwendungsmöglichkeiten eröffnen wird.

Datenbrille aus Zwickau

Spätestens seit Google Glass sind Datenbrillen als ein völlig neuartiges technisches „Spielzeug“ in aller Munde. Dass die Geräte auch durchaus für die Arbeitswelt interessant sein können, hat nun der Zwickauer Professor Rigo Herold mit seinen neu entwickelten Datenbrille gezeigt.

Im Bereich der Computer- und Software-Entwicklung kommen ständig neue Entwicklungen auf den Markt. Dabei geht es zunehmend nicht mehr nur um schnellere und bessere Funktionen der Geräte und Anwendungen. Stattdessen ist der Spaßfaktor der Neuentwicklungen ein wesentliches Kriterium, das die Entwickler zu immer neuen Ideen anregt. Mit Google Glas hat der Google Konzern einen neuen Coup gelandet und Datenbrillen fest auf dem Markt etabliert. Dass diese Geräte aber durchaus auch im Arbeitsbereich einsetzbar und vor allem nützlich und arbeitserleichternd sein können, hat nun der Zwickauer Professor Rigo Herold mit seinem Team bewiesen. Er entwickelte eine Datenbrille, die Zahlen scannen, speichern und elektronisch versenden kann.

Als erstes Unternehmen interessieren sich nun die Zwickauer Stadtwerke für das Gerät. Das Energieunternehmen überlegt derzeit, seine Stromableser mit einer solchen Datenbrille auszurüsten. Bislang müssen die Zählerstände abgelesen und zum Teil sogar noch per Hand notiert werden. Die Datenbrille von Professor Herold wäre da eine enorme Arbeitserleichterung und würde zudem zuverlässig Zahlendreher und damit Ablesefehler verhindern.

Sollten sich die Stadtwerke Zwickaus tatsächlich zum Einsatz der Datenbrille entscheiden, wäre dies weltweit das erste Pilotprojekt zum professionellen Einsatz von Datenbrillen, das für alle Energieunternehmen überaus interessant sein dürfte und das Stromablesen möglicherweise vereinfachen würde.

My Keepon – tanzender Roboter

My Keepon ist ein kleiner tanzender Roboter, der auf den ersten Blick wie ein lustiges, aber unnützes Spielzeug erscheint. Entwickelt wurde er aber, um die soziale Entwicklung autistischer Kinder zu fördern.

Autismus ist eine schwerwiegende Entwicklungsstörung, die bereits in den ersten drei Lebensjahren beginnt. Sich stets wiederholende Handlungen, Kommunikationsschwierigkeiten und vor allem ein gestörter sozialer Umgang mit anderen Menschen sind die wesentlichen Merkmale der Erkrankung. Der japanische Wissenschaftler Dr. Hideki Kozima hat zusammen mit Dr. Marek Michalowski aus den USA einen kleinen tanzenden Roboter namens My Keepon entwickelt, der dazu beitragen soll die soziale Entwicklung autistischer Kinder zu studieren und zu fördern.

Das kleine Gerät sieht wie ein Entenküken aus und macht lustige Bewegungen, die die Kinder zum gemeinsamen tanzen anregen sollen. Ein integriertes Mikrofon sowie die Sprachfunktion des Miniroboters fördern die Kommunikationsfähigkeit. Das Gerät wurde zunächst aus Forschungszwecken entwickelt. Die Wissenschaftler wollten das soziale Verhalten autistischer Kinder mithilfe des kleinen Roboters analysieren. Mit seinen Funktionen ist der kindgerechte Roboter so optimal auf die Bedürfnisse autistischer Kinder abgestimmt, dass den Forschern schnell klar wurde, dass alle wesentlichen Bereiche, in denen es bei autistischen Kindern zu Entwicklungsstörungen kommt, mit diesem Gerät nicht nur erforscht, sondern auch wirkungsvoll gefördert werden können.

Inzwischen ist der Miniroboter My Keepon allerdings auch dabei, ein Renner auf dem allgemeinen Spielzeugmarkt zu werden. Ein Video auf YouTube wurde innerhalb kürzester Zeit zum echten Klick-Hit, sodass die Forscher inzwischen einen massentauglichen Roboter für den allgemeinen Spielzeugmarkt entwickelt haben.