Archiv für den Monat: April 2015

„Touch-Oberfläche für die Simulation von Materialien“ – neues Apple Patent

In der letzten Woche bekam Apple erneut ein Patent zugesprochen. Dabei geht es um eine neue Technologie, die dem Nutzer ermöglichen soll, das, was er auf dem Screen sieht auch zu fühlen.

Das neue Apple Patent nennt sich „Touch-Oberfläche für Simulation von Materialien“. Dabei geht es um eine Technologie, die Oberflächenbeschaffenheiten bestimmter Materialien fühlbar machen soll. Sieht der Nutzer beispielsweise Holz oder Metall auf dem Screen, kann er dieses auch gleichzeitig fühlen. Das ganze System funktioniert über Schwingungssensoren, die über Vibrationen die Oberflächenbeschaffenheit bestimmter Materialien simuliert. Dabei gilt das Prinzip: Je stärker die Vibrationen, desto rauer erscheint dem Nutzer die Oberfläche.

Anwendungsgebiete für das sogenannte haptische Feedback sollen laut Apple Peltier-Geräte sein. Das sind thermoelektrische Kühl- oder Heizgeräte, welche in wissenschaftlichen Instrumenten, aber auch in ganz normalen Produkten Verwendung finden. Das neue Patent könnte in iOS, aber auch OS X V zum Einsatz kommen und dort beispielsweise Schrift oder Icons fühlbar machen.

Es scheint vielfältige Einsatzbereiche für das haptische Feedback zu geben und Apple versucht sich nicht als einziger Konzern an dieser Technologie. Zwar befinden sich die Forschungen noch ganz am Anfang, doch andere Konzerne wie etwa Microsoft oder Disney Research arbeiten ebenfalls an eigenen Lösungen. Das Apple-Patent wurde bereits im Oktober 2013 bei der US-amerikanischen Patentbehörde eingereicht. Als Erfinder wird Paul G. Puskarich genannt. Ob Apple nun mit der Patenterteilung seinen Konkurrenten einen Schritt voraus ist und die Technologie weiter verfolgt, bleibt abzuwarten.

Eine Bank – ganz speziell für Senioren

Senioren haben häufig nicht nur Probleme mit dem Laufen. Auch das Aufstehen von niedrigen Sesseln, Stühlen oder Bänken ist oftmals nicht so einfach. Der Erfinder Ingo Hermann erlebte genau das, als ihn im Urlaub eine ältere Dame um Hilfe beim Aufstehen von einer Parkbank bat. Nach diesem Erlebnis machte er sich Gedanken um das Sitz- und Aufsteh-Problem von Senioren und erfand die Seniorenbank.

Die Seniorenbank unterscheidet sich von gewöhnlichen Garten- oder Parkbänken durch eine erhöhte Sitzposition und drei hohe, weit hinausragende Bügel bei einer Zweierbank. Die erhöhte Sitzposition ist gelenkschonend und erleichtert den Senioren das Hinsetzen und Aufstehen erheblich. Doch das wirklich besondere an der neuen Parkbank sind die Bügel. Eine Bank für zwei Personen hat nicht nur rechts und links, sondern auch in der Mitte jeweils einen Bügel. Diese Bügel sind weitaus höher als die Bügel herkömmlicher Parkbänke. Zudem ragen sie weit über die eigentliche Sitzfläche hinaus. So können sich die Senioren beim Aufstehen richtig hochziehen und abstützen, bis sie einen sicheren Stand haben.

Der Erfinder Ingo Hermann hat zusätzlich zur Seniorenbank Einzelbügel entwickelt, mit denen sich ganz normale Bänke in Parks, Bahnhöfen oder in den Innenstädten nachrüsten lassen. Die erste Seniorenbank wurde im sächsischen Großenhain bereits aufgestellt und ist zuvor von Ärzten und Senioren getestet und für ergonomisch sinnvoll und hilfreich befunden worden. Auch die Nachrüstbügel finden großes Interesse. So wurden in einigen Städten schon Bänke damit seniorengerecht gestaltet. Möglicherweise werden in Zukunft überall die nützlichen Bänke zu finden sein. Sie werden sicher nicht nur Senioren begeistern, denn optisch sind sie ein echter Hingucker.

http://www.mdr.de/einfach-genial/eg_seniorenbank100.html (inkl. Kontakdaten)

Daimler Lehrling präsentiert Erfindung bei „Jugend forscht“

Oliver Wodtke hat zugegeben, dass er ein Tüftlertyp sei. Als interessierter Bastler hinterfrage er viele Dinge, ergänzt Ausbilder Sebastian Langer.

Die Jugend-forscht-Jury berät sich (Foto: © Stiftung Jugend forscht e. V.)

Die Jugend-forscht-Jury berät sich (Foto: © Stiftung Jugend forscht e. V.)

Die beiden haben sich ausnahmsweise nicht in Düsseldorf bei der Daimler AG getroffen, dort absolviert der 18-jährige Oliver eine Ausbildung zum Elektroniker Automatisierungstechnik. Ausbilder und Lehrling sahen sich jetzt auch beim Bayer-Konzern in Leverkusen.

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Leitende Heizpaste

Das niedersächsische Unternehmen ContiTech hat auf der Hannover Messe eine neue Heizpaste vorgestellt, mit der in Zukunft Autositze und vieles mehr auf einfache Weise beheizt werden können.

Autositze, Lenkräder und vieles mehr wurden bislang über dünne Kupferdrähte elektrisch beheizt. Das könnte sich in Zukunft ändern, denn das niedersächsische Unternehmen ContiTech hat eine Heizpaste erfunden, die viel flexibler als Kupferdrähte ist und zudem auch weniger Energie benötigt. Die Paste lässt sich problemlos auf jede Oberfläche aufbringen. Das bedeutet, sie kann jede gewünschte Form annehmen. So könnten in Zukunft mit der elektrischen Heizpaste nicht nur Autositze, sondern auch Lenkräder oder der Schaltknauf beheizt werden. Die Paste wird dazu auf die jeweilige Oberfläche aufgedruckt und ist wesentlich haltbarer als die dünnen Kupferdrähte, die bislang zum Beispiel als Sitzheizung dienen.

Die neue Heizpaste soll jedoch nicht ausschließlich in Autos Verwendung finden. So ist auch die Beheizung von Fahrrad- oder Motorradsitzen denkbar und das Unternehmen forscht sogar daran, die Paste in Funktionsunterwäsche zu verwenden. ContiTech hat die neue Technologie nun erstmals auf der weltgrößten Industriemesse in Hannover einem breiten Publikum vorgestellt und ist überzeugt davon, mit der neuen Heizpaste die Beheizung vor allem in Fahrzeugen zu revolutionieren. Die Paste benötigt weitaus weniger Energie als die bisher bekannten Heizsysteme in Fahrzeugen. Das war bislang in Elektroautos ein Problem, denn die Heizung in Elektrofahrzeugen benötigt zurzeit noch einen großen Teil der Energie. Mit der neuen Heizpaste dürfte dieses Problem in Zukunft wohl gelöst sein.

http://www.contitech.de/pages/presse/messen-veranstaltungen/pr-messen/2015/150413_hmi_09/presse_de.html (inkl. Kontaktdaten)

Begrünte Lamellen für grüne Städte der Zukunft

Ein Unternehmen aus Thüringen hat auf der Bau 2015 eine Weltneuheit vorgestellt, welche die Architektur in kahlen Innenstädten in Zukunft revolutionieren könnte. Die begrünten Lamellen namens CityLam machen nicht nur die Fassaden von Gebäuden zu einer grünen Oase, sondern schützen auch noch gegen Wärme und Feinstaub.

Ernst Hommen baut mit seinem Unternehmen Eurolam eigentlich Lamellenfenster. Durch die Anregung eines japanischen Kunden kam er auf die Idee seiner CityLam-Fassadenlamellen. Der Erfinder experimentierte insgesamt zwei Jahre lang, bis die geniale Fassadenverkleidung marktreif war. CityLam funktioniert genau wie ein Lamellenfenster. Per Knopfdruck lassen sich die mit Moos bepflanzten Lamellen senkrecht oder waagerecht stellen. Die Moosmatten zur Begrünung werden mit einem Spezialkleber auf die wannenartigen Fassaden-Lamellen aufgebracht. Nachts werden sie in waagerechte Stellung gebracht. So nehmen die Pflanzen jede Menge Feuchtigkeit auf, die sie zum Gedeihen benötigen, aber auch wie eine natürliche Klimaanlage tagsüber wieder abgeben. Dazu werden die Lamellen am Tag in senkrechte Position gebracht. Die Moos-Fassade arbeitet ähnlich wie eine Klimaanlage, sorgt für eine gute Wärmedämmung und bei großer Hitze für eine angenehme Innentemperatur in den Gebäuden. Zudem nehmen die Pflanzen extrem viel Feinstaub auf, sodass sie für eine bessere Luft in den Innenstädten sorgen könnten.

Auch optisch machen mit CityLam begrünte Fassaden so einiges her, sehen sie doch weitaus besser aus, als die ewigen Betonfassaden in den Innenstädten. Der Erfinder stellte sein neues Produkt nun auf der Bau 2015 vor und stieß damit auf ein reges Interesse. Das zurzeit noch im Bau befindliche Bürogebäude der Firma Eurolam wird mit den begrünten Lamellen verkleidet werden und ist damit das erste Haus mit der neuen begrünten Fassadenverkleidung.

http://www.eurolam.de (inkl. Kontaktdaten)

Neues Apple-Patent zum automatischen Statusabgleich der telefonischen Erreichbarkeit

Erst vor wenigen Tagen bekam Apple ein neues Patent zum Statusabgleich der telefonischen Erreichbarkeit zugesprochen. Die neue Technologie könnte schon bald als Anwendung auf jedem neuen iPhone zur Verfügung stehen, doch sicher ist dies selbstverständlich noch nicht.

Das neue Apple-Patent soll in Zukunft iPhone-Nutzern ermöglichen den Status anderer Nutzer zu erkennen und in periodischen Abständen darüber informiert zu werden, ob ein gewünschter Teilnehmer erreichbar ist oder nicht. Die Daten des iPhones sollen dazu auf einen Apple-Server gesendet werden. Von dort aus wird dann die entsprechende Anfrage an das zweite Smartphone gestellt. Das gesamte Programm läuft als App im Hintergrund ab und erfasst neben dem Standort des Gerätes auch die Funksignalstärke, den Ladestatus der Batterie sowie diverse andere Daten. So kann die App auch feststellen, ob der Klingelton aktiviert ist, der Vibrationsalarm eingeschaltet oder der Flugmodus eingestellt ist. Den genauen Umfang der gesammelten Daten sollen die Nutzer jedoch selbst einstellen können.

Soll ein anderer iPhone-Nutzer angerufen werden, sendet die App zunächst die Anfrage an den Apple-Server. Die Antwort erscheint dann als Telefonbucheintrag, sodass der Nutzer entscheiden kann, ob er tatsächlich den gewünschten Anruf tätigen, oder damit lieber noch warten will.

In manchen Situationen erscheint das neue Apple-Patent eine durchaus sinnvoll Ergänzung zu sein. So könnte sich ein Statusabgleich bei Flügen oder auf Auslandsreisen als nützliches Feature erweisen. Ob und wann das Apple-Patent für das iPhone umgesetzt wird, ist allerdings, so wie bei allen Patenten von Apple, derzeit noch nicht bekannt.

Flexibles Handgelenk-Display – neue Patentanmeldung von Samsung

Das südkoreanische Unternehmen Samsung hat ein neues Patent für ein Armband mit einem flexiblen Display angemeldet. Wird das Armband vom Handgelenk abgenommen, lässt es sich versteifen und wie ein herkömmliches Smartphone nutzen.

Das Armband soll aus Metallsegmenten bestehen, an deren Rückseite sich das Display befindet. Die Technik befindet sich im Inneren des Armbandes. Wie das Gliederarmband einer Uhr kann das Samsung-Armband um das Handgelenk getragen und wie ein Smartphone genutzt werden. Wird es vom Handgelenk genommen, kann es mithilfe eingebauter Federn versteift werden und wie jedes herkömmliche Smartphone zum Telefonieren und Surfen in die Hand genommen werden.

Das Samsung Patent ist jedoch noch sehr vage formuliert. Die mechanische Funktionsweise des Armbandes scheint der der bekannten Reflektionsclips für Fahrradfahrer zu ähneln. Diese rollen sich mithilfe einer Feder zusammen, sobald sie geknickt werden. Die technische Funktionsweise des Samsung-Armbandes bleibt hingegen in der Patentschrift unklar. Ob es sich dabei um einen vollwertigen Smartphone-Ersatz oder eher um eine neuartige Smartwatch handelt ist daher nicht bekannt. Denkbar wäre auch ein völlig neues Gerät als Kombination aus Smartphone und Smartwatch.

Wie bei allen Patenten, die laufend von den großen Konzernen beim US-Patentamt eingereicht werden, ist auch im Falle des Samsung-Armbandes noch keinesfalls sicher, ob es jemals ein ähnliches Gerät auf dem Markt zu kaufen geben wird. Die Technologien der meisten Patente werden eher in der Schublade verschwinden, als jemals in einem realen Produkt umgesetzt zu werden.

Verrückte Erfindung! Mit der Basskanone Brände löschen!

In einem herkömmlichen Feuerlöscher stecken viele Schadstoffe und Chemikalien. Deshalb braucht es eine innovative Lösung, mit der man auf natürlicher Grundlage einem Feuer beikommen kann.

Die Studenten Viet Tran (l.) and Seth Robertson mit ihrer Erfindung auf dem Universitätscampus. (Foto: Alexis Glenn/Creative Services/George Mason University)

Die Studenten Viet Tran (l.) and Seth Robertson mit ihrer Erfindung auf dem Universitätscampus. (Foto: Alexis Glenn/Creative Services/George Mason University)

Studenten der George-Mason-Universität in Virginia haben jetzt einen Option gefunden, um mit Bässen Feuer zu löschen. Bass-Power kann schließlich nicht nur eine Party mächtig in Schwung bringen, man kann die niedrigfrequentierten Schallwellen noch sinnvoller nutzen, fanden Seth Robertson und Viet Tran.

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Geniale Erfindung: Revolution für Selfies

Um ein schnelles Selfie zu machen, zücken Menschen mittlerweile immer und überall ihre Smartphones. Mit Selfie-Sticks wird das Selbstportrait zwar einfacher, es ist aber unbequem zu tragen und sperrig.

Clever: Die Selfie-SticksShoefies! (Foto: YouTube)

Clever: Die Selfie-SticksShoefies! (Foto: YouTube)

Jetzt hat die Schuhmarke Miz Mooz eine revolutionäre Erfindung vorgestellt. Das lustige Knipsen ist durch die Erfindung des Selfie-Sticks zwar revolutionär verändert und unkomplizierter geworden, allerdings haben sich so neue Probleme ergeben, da der Selfie-Stick sich oft nur schwer verstauen lässt und sehr sperrig ist.

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Neue Windows-Patente – Rückruf Erinnerung und dynamische Betriebssystem

Windows hat zwei neue Patente angemeldet. Die Rückruf Erinnerung könnte vor allem für Windows Phone Nutzer von großem Interesse sein. Das dynamische Betriebssystem wäre eine optimale Lösung für alle, die ihren PC gleichzeitig zum Arbeiten, Surfen und Spielen nutzen. Doch wie bei allen Patentanmeldungen kann auch bei den neuen Windows-Patenten zurzeit noch niemand wissen, ob die neuen Technologien tatsächlich einmal zum Einsatz kommen.

Bereits real ist die Antwort-Funktion beim Windows Phone 8.1. Kann oder will man einen Anruf nicht annehmen, bietet das Windows Phone die Option den Anruf zu ignorieren oder den Anrufer per SMS zu informieren. Dazu können sogenannte SMS-Schablonen genutzt werden oder alternativ auch eigene Schablonen gestaltet werden. Das neue Windows Patent könnte die bereits vorhandene Antwort-Funktion sinnvoll ergänzen. Das Patent zur Rückruf Erinnerung sieht vor, den Nutzer bei entgangenen oder nicht angenommenen Anrufen in bestimmten Zeitabständen daran zu erinnern den Anrufer zurückzurufen. Dabei könnte die Zeit vom entgangenen Anruf bis zur Erinnerung vom Nutzer individuell festgelegt werden.

Das zweite neue Windows-Patent befasst sich mit einem dynamischen Betriebssystem, welches sich automatisch den verschiedenen Anwendungsbereichen des Nutzers anpasst. So könnte der User dasselbe Gerät während der Arbeitszeit und in der Freizeit weitaus sicherer als bisher mit demselben Betriebssystem nutzen. Das System erkennt selbstständig die notwendigen Nutzungseigenschaften und könnte so bestimmte Sicherheitsebenen entsprechend freigeben oder sperren. Vor allem für User, die ihre Geräte geschäftlich und privat nutzen, wäre das dynamische Betriebssystem eine nützliche Neuerung.