China bei Patentanmeldungen auf Platz eins

Im letzten Jahr konnte China 928.000 Patentanmeldungen verzeichnen und ist so im internationalen Vergleich zum vierten Mal in Folge wieder Spitze. Dies wurde jetzt vom Staatlichen Amt für geistiges Eigentum (SAGE) mitgeteilt.

China bei Patentanmeldungen auf Platz eins (Foto: URSfoto / pixelio.de)

China bei Patentanmeldungen auf Platz eins (Foto: URSfoto / pixelio.de)

Das Amt machte die Feststellung, dass rund 663.000 der Patenterfindungen einen hohen Marktwert sowie eine hohe Qualität besitzten. Laut den SAGE-Statistiken wurden pro 10.000 Einwohner rund 4,9 Patente angemeldet. Zu wichtigen Stützen der Entwicklung und Forschung neuer Produkte und Technologien seien die Unternehmen inzwischen avanciert, so das Amt.

Eingereicht wurden von den Unternehmen im Jahr 2014 über 485.000 Patentanmeldungen. Forschungseinrichtungen, Akademien und Privatpersonen meldeten weniger Erfindungen an. Gan Shaoning, stellvertretender Amtsleiter erklärte, dass China bereits über ein neues technologisches Innovationssystem verfüge, das sehr stark von Unternehmen gestützt werde. „Dies zeigt sich in den Ergebnissen.“

Im vergangenen Jahr erhielt beispielsweise Huawei Technologies, weltweit größter Hersteller von Telekommunikationsgeräten, laut Daten von SAGE 2.409 Patente für seine Erfindungen. „Um gegenüber den führenden Unternehmen in der Welt aufzuholen, müssen Chinas Erfinder die Qualität ihrer Erfindungen aber noch weiter nach oben schrauben.“

Marktexperten wissen, dass eine stärkere Nachfrage auf Seiten der Verbraucher und der Industrie sowie das Wirtschaftswachstum die Anzahl der Erfindungen vergrößert haben. Zhang Ming, Patentreferent aus Shanghai, weiß, dass neue Erfindungen es den Unternehmen ermöglichen, umweltbewusster, effizienter und kostengünstiger zu arbeiten. Für die Kunden sind die Erfindungen gleichbedeutend mit mehr Möglichkeiten und einem besseren Leben.

Einen Anteil von 39,3 % nahmen die Patentanträge im Jahr 2014 bezüglich aller eingereichten Anträge ein, auch die so genannten Anmeldungen, bei denen es vornehmlich um Designmuster geht, rangierten mit 36,8 % hinter den Erfindungen.

Bislang war die Förderung der Innovation durch Verbesserung der Schutzmaßnahmen hinsichtlich des geistigen Eigentums eine Priorität, auf die China sehr viel Wert gelegt hat. Viele Unternehmen haben sich mit den Rechten am geistigen Eigentum (IPR) befasst und so ihre Geschäfte im Reich der Mitte ausgebaut.

Außerdem möchten die Chinesen bis 2020 die Einrichtung eines standardisierten IPR-Systems etablieren, das dem Leitfaden folgen soll, der durch die SAGE zusammen mit der nationalen Urheberrechtsbehörde, der staatlichen Verwaltung für Handel und Industrie sowie der Standardisierungsbehörde herausgegeben worden ist.

Das Beratungsunternehmen Awapatent, das sich auf geistiges Eigentum spezialisiert hat, rief als Antwort auf die immer häufigeren Kundenanfragen aus der Region im Februar 2015 in Hongkong sowie Peking einen asiatischen Ableger AWA Asien ins Leben.

 

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