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Airbus Patent – interaktives Flugzeugfenster

Airbus hat ein neues Patent angemeldet. Dabei geht es um ein interaktives Flugzeugfenster, das ähnlich wie ein Touchscreen-Tablet funktionieren soll. Laut der Airbus Idee sollen die Passagiere damit einfach und komfortabel interessante und lehrreiche Informationen zu Flugzielen oder Sehenswürdigkeiten auf der Flugroute oder am Flugziel abrufen können.

Bislang erhalten Flugpassagiere interessante Informationen zur Flugroute oder lehrreiche Infos zu Sehenswürdigkeiten allenfalls über entsprechende Durchsagen oder die kleinen Bildschirme am Sitz des Vordermanns. Sollte das neu eingereichte Airbus Patent jemals in die Realität umgesetzt werden, könnte das in Zukunft für die Fluggäste weitaus komfortabler werden, denn das Patent beschreibt ein interaktives Flugzeugfenster, das den Passagieren vielfältige Informationen zur Verfügung stellen soll.

Das High-Tech-Fenster soll ähnlich, wie ein Touchscreen Tablet funktionieren. Mit einem Wisch macht es alle nur denkbaren Informationen sichtbar. Dazu werden die gewünschten Informationen digital auf das Panoramafenster übertragen. Die neue Airbus Idee nennt sich in der Patentschrift „Methode für interaktive Verbildlichung von Informationen in einer Flugzeugkabine“. Ob die Idee jedoch jemals Realität wird, ist fraglich.

Auch Airbus beteiligt sich am Patent-Wettstreit der großen US-Konzerne und reicht jährlich viele Patente beim US-Patentamt und den Patentämtern in Europa ein. Doch die wenigsten Ideen werden tatsächlich umgesetzt, denn es geht Airbus und allen anderen Konzernen in erster Linie darum, die eigenen Ideen zunächst einmal zu sichern. Es bleibt also abzuwarten, ob es das interaktive Flugzeugfenster tatsächlich irgendwann einmal in den Fliegern von Airbus geben wird.

Boeing Patent für ein Plasmafeld zum Schutz vor Explosionsdruckwellen

Es hört sich ein wenig nach Science Fiction an, doch der US-amerikanische Flugzeugbau- und Wehrtechnikkonzern Boeing hat tatsächlich ein Patent für ein Plasmafeld zum Schutz vor Explosionsdruckwellen erhalten.

Unter dem Namen „Method and System for Shockwave attenuation via electromagnetic arc“ erhielt der amerikanische Boeing Konzern nun ein Patent, in dem eine Technologie beschrieben wird, mit der ein Plasmafeld erzeugt werden kann, welches Fahrzeuge, Gebäude und auch Menschen vor den Folgen einer Explosionsdruckwelle schützen soll. Vorstellbar wäre der Einsatz einer solchen Technologie zum Beispiel im Falle von Explosionen durch Bomben, Raketen oder Granaten. So könnte das System etwa im militärischen Bereich zum Schutz vor explosiven Druckwellen eingesetzt werden, aber auch im zivilen Luftfahrtbereich zum Einsatz kommen.

In der Patentschrift wird ein System beschrieben, bei dem Sensoren schwere Explosionen registrieren können, die eine anschließende Druckwelle auslösen. Nach dem Erkennen einer solchen Gefahr wird ein Generator aktiviert, der den Luftraum um das zu schützende Objekt ionisiert und so ein kleines aufgeheiztes Plasmafeld erzeugt. Erreicht die Druckwelle nach der Explosion dieses Feld, bricht sie daraufhin in sich zusammen.

Zwar hat Boeing vor Erhalt des Patentes zu dieser Thematik bereits zahlreiche Tests und Versuche durchgeführt, doch handelt es sich dabei noch keineswegs um ein nutzbares System. Noch gibt es dazu viel zu viele Probleme zu lösen. So würde durch die von Boeing ersonnene elektromagnetische Schutzhaube auch das Licht innerhalb des geschützten Raumes abgelenkt und zu völliger Dunkelheit und Orientierungslosigkeit führen. Darüber hinaus bietet das Patent keinen Schutz vor direkten Treffern und umherfliegenden Trümmern und Splittern.

Neue Flugzeugkonzepte von Boeing

Der größte US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing hat gleich mehrere Patente für neue Flugzeugkonzepte eingereicht. Die Patente für einen wasserstoffbetriebenen Superjet mit drei Rümpfen und für einen Überschalljet mit Hybridantrieb könnten zukunftsweisend sein.

Die Idee eines Dreirumpfflugzeuges ist eines der spektakulärsten Patentanmeldungen des amerikanischen Luftfahrtkonzerns. Das Modell soll drei Triebwerke besitzen, von denen zwei an den Tragflächen des Jets sowie eines in der Mitte befestigt sind. Zentral unter den Tragflächen befindet sich ein großer Rumpf. Die beiden anderen sind unterschiedlich groß und sitzen direkt auf den Tragflächen des Flugzeugs. Vermutlich soll in einem der kleineren Rümpfe das Cockpit untergebracht werden. Die Patenschrift von Boeing enthält keine genauen Angaben zur Größe des Fliegers. Er soll aber für rund 170 Passagiere Platz bieten.

Ebenfalls zur Patenanmeldung gehört der Plan für ein doppelstöckiges Flugzeug mit zwei Triebwerken und Hybridantrieb. Dies könnte die Vision eines neuen Riesenfliegers von Boeing sein.

Beide Konzepte sollen mit zwei Treibstoffarten fliegen können. Dabei sollen vornehmlich kryogene Treibstoffe wie flüssiger Wasserstoff genutzt werden. Diese Idee ist durchaus nicht brandneu. Bereits 1988 wurde ein russisches Tupolev-Laborflugzeug zum Teil mit flüssigem Wasserstoff angetrieben. Vorteile der neuen Treibstofflösung wären zweifelsohne die Umweltfreundlichkeit sowie die großen Reichweiten, die damit erzielt werden können. Allerdings werden verhältnismäßig große Tanks benötigt und der Flüssigwasserstoff muss bis auf 250 Grad heruntergekühlt werden. Die Kühlung und die Sicherheit sind also die größten Herausforderungen, die auch Boeing noch lange nicht gelöst hat. Alternativ zum Flüssigwasserstoff könnten sich die Entwickler von Boeing auch Methan oder Flüssiggas als Treibstoffvarianten vorstellen. Ob und wann die neuen Ideen tatsächlich umgesetzt werden, ist noch nicht bekannt.

Projekt „Aufwind“ – Kerosingewinnung aus Algenöl

Unter dem Projektnamen „Aufwind“ wird am Forschungszentrum Jülich an der Kerosingewinnung aus Algenöl gearbeitet. Der Projektleiter Dr. Andreas Müller ist zuversichtlich, dass die Herstellung von Biokerosin aus Algen nicht nur umweltschonend ist, sondern zukünftig auch von großem wirtschaftlichen Nutzen sein kann.

Ohne Luftverkehr ist unser modernes Leben kaum vorstellbar. Doch der dazu benötigte Treibstoff wird nach wie vor aus Erdöl gewonnen. Das immer knapper werdende Erdöl und die aus seiner Nutzung entstehende Umweltbelastung sind der Grund dafür, dass die Wissenschaftler am Forschungszentrum Jülich nach alternativen Kraftstoffquellen für den Luftverkehr suchen. Das Projekt „Aufwind“ befasst sich unter der Leitung von Dr. Andreas Müller mit der Herstellung von Biokerosin aus Mikroalgen. Das Projekt gehört zu den nominierten Erfindungen und Innovationen für die Greentec-Awards 2014 in der Kategorie Luftfahrt.

Mikroalgen sind der ideale Rohstofflieferant für Biomasse. Sie verwerten Kohlendioxid aus der Luft und auch aus Emissionen der Industrie, sie nutzen Sonnenlicht als Energiequelle für ihren Stoffwechsel und vermehren sich schnell. Sie wachsen bis zu zehnmal schneller als Landpflanzen und können in Regionen angebaut werden, die nicht zur landwirtschaftlichen Nutzung dienen. Einige Arten enthalten einen hohen Anteil an Ölen. Das Forschungsprojekt hat ein Verfahren entwickelt, um aus diesen Arten Kerosin herzustellen. Schon seit mehreren Jahren befassen die Forscher sich mit der Herstellung von Biokerosin aus Mikroalgen. Es gab auch schon Testflüge mit dem neuen Treibstoff. Dennoch ist Dr. Andreas Müller davon überzeugt, dass das Verfahren zwar vielversprechend und zukunftsträchtig ist, aber noch weitaus effizienter werden muss.

Flugzeug fliegt mit Mega-Fön

Vor mehr als 150 Jahren gab es die Idee, ein Flugzeug mithilfe eines Ventilators in die Lüfte steigen zu lassen. Seit über zwei Dekaden hingegen tüftelt Erfinder Pat Peebles an einem entsprechenden Projekt und wird dabei nun unterstützt.

Der Flugzeugbau könnte durch das futuristische „FanWing“ eine Revolution erfahren. Seit über zwei Jahrzehnten bastelt der US-Amerikaner an einem Fluggefährt, das mithilfe großer Ventilatoren unter den Tragflächen in die Lüfte steigen soll.

Dafür bekommt Peebles jetzt Hilfe von Wissenschaftlern aus Saarbrücken, Hamburg und Brüssel. Dabei soll die Antriebstechnik so weit optimiert werden, dass das Flugzeug Güter und Passagiere aufnehmen kann. Chris May ist Ingenieur am Lehrstuhl für Antriebstechnik der Saar Universität in Saarbrücken und der Überzeugung, dass der „FanWing“ technologisch an der Schwelle zum bemannten Flugzeug stehe. Er soll eines Tages bis zu 70 Insassen bzw. Lasten bis zu 8 t befördern können. Der Flieger ist für Kurzstrecken konzipiert.

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