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Servierautomat für Flugzeuge

Die deutsche Firma Sell GmbH hat einen Servierautomaten für Flugzeuge entwickelt, der in Zukunft die Flugbegleiter bei der Essensausgabe ersetzen soll. Bei der Patententwicklung hat sich das Unternehmen offenbar von einer ähnlichen Erfindung aus dem Jahr 1965 inspirieren lassen.

Die Essensausgabe im Flugzeug übernehmen bis dato die Flugbegleiter. Dazu schieben sie Essens- und Getränkecontainer durch die sowieso schon engen Gänge. Während die Container durch den Gang geschoben werden, ist Aufstehen für die Passagiere nahezu unmöglich und auch Arme und Beine sollten möglichst eingezogen werden, denn die Essenswagen sind nicht gerade platzsparend. Bereits im Jahr 1965 hatte der Erfinder Martin Limanoff eine ähnliche Idee, auf die sich die Entwickler des neuen Patents auch berufen. Limanoff hatte damals einen Roboter erfunden, der sich, auf Schienen befestigt, durch den Flugzeuggang bewegen und das Essen an die Passagiere ausgeben sollte.

Der neue Servierautomat der Firma Sell GmbH fährt nicht nur das Essen ohne menschliche Hilfe selbstständig aus, sondern ist zudem noch mit einem computergesteuerten Bestellprogramm ausgestattet. So kann jeder Fluggast mit ein paar wenigen Klicks Essen und Getränke ganz nach Wunsch bestellen und das Essen sofort erhalten. Der Automat befindet sich bei Nichtgebrauch unter der Küchenkabine und schafft so zusätzlichen Platz, den die Fluggesellschaften für zusätzliche Sitzplätze nutzen könnten.

Die Erfinderfirma ist eine Tochtergesellschaft der Kabineneinrichtungsfirma Zodiac Aerospace. Daher könnte der neue Servierautomat durchaus schon bald in die ersten Flieger eingebaut werden.

„Genie“ – eine komplette Mahlzeit in 30 Sekunden

Es erinnert ein wenig an Science Fiction, doch schon bald soll das völlig neuartige Gerät namens „Genie“ auf den Markt kommen. Das futuristisch anmutende Gerät soll laut der Erfinderfirma in nur 30 Sekunden jede gewünschte Mahlzeit zubereiten können.

Eine israelische Firma hat ein neues Gerät entwickelt, das laut Aussagen des Entwicklers Ayelet Carasso „eine reale Version des Star-Trek-Replikators“ sein soll. Äußerlich soll das futuristische Gerät einer Kaffeemaschine ähneln, doch wenn das Gerät das hält, was der Entwickler verspricht, sind seine Fähigkeiten bislang wirklich einzigartig auf dem Mark. Die neue Küchenmaschine namens Genie soll in der Lage sein, jede gewünschte Mahlzeit – vom deftigen oder exotischen Hauptmenü bis hin zur Süßspeise – innerhalb von nur 30 Sekunden zuzubereiten.

Die notwendigen Zutaten für die Wunschgerichte sind gefriergetrocknet und für bis zu 2 Jahre haltbar. Verwendet werden laut Erfinder nur natürliche Zutaten. Diese werden während der Zubereitung mit der benötigten Flüssigkeit durch Schütteln vermischt. Die Flüssigkeit befindet sich in Tuben auf der Rückseite des Gerätes. „Genie“ kann über eine Handy-App oder per Knopfdruck bedient werden und scheint eine ideale Küchenmaschine für alle zu sein, die so gar keine Arbeit mit der Zubereitung ihrer Mahlzeiten haben möchten. Ob sich das Gerät a là Star-Trek jedoch tatsächlich in den Küchen durchsetzen wird oder eine komplette Kücheneinrichtung in Zukunft womöglich sogar überflüssig macht, ist fraglich. Nichtsdestotrotz soll „Genie“ noch in diesem Jahr zum Preis von circa 1000 Euro auf den Markt kommen.

Meerrettich zur Abwasserreinigung und als Helfer bei der Diagnostik

Meerrettich – in Österreich auch Kren genannt – ist ein fester Bestandteil der österreichischen Küche. Nun fand ein Forscherteam der TU Graz heraus, dass die im Meerrettich enthaltenen Enzyme bei der Diagnostik helfen und zur Abwasserreinigung eingesetzt werden können.

Meerrettich ist nicht nur in der österreichischen Küche ein fester und schmackhafter Bestandteil. Auch für die Industrie ist er überaus interessant, denn Meerrettich enthält neben vielen Vitaminen verschiedene ätherische Öle, die durch die enthaltenen Enzyme antibakteriell wirken. Ein Forscherteam der TU Graz hat nun herausgefunden, dass dabei den sogenannten Kren-Perioxidasen eine besondere Bedeutung zukommt. Die Forscher fanden heraus, dass sie in der Diagnostik zum Beispiel dabei helfen können nach Impfungen die gebildeten Antikörper nachzuweisen, oder festzustellen, wie lange die Impfung noch wirkt. Doch das Meerrettich Enzym kann noch mehr. So kann es auch in der Abwasserreinigung eingesetzt werden. Dort sorgt es dafür, dass Hormone und andere Verunreinigungen aus dem Wasser entfernt werden.

Problematisch ist jedoch die große Menge Meerrettich, die benötigt wird, um die hilfreichen Kren-Enzyme zu gewinnen. In einem Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Austrian Center of Industrial Biotechnology (acib) und dem NAWI Graz Doktoratskollegium „DK Molekulare Enzymologie“ wurden inzwischen 28 verschiedene Kren-Enzyme entdeckt, die nun biotechnologisch hergestellt werden sollen. Dazu wurden zwei Patente angemeldet, bei denen Hefe als Wirt zur Enzymproduktion eingesetzt werden soll.

Um die patentierte Produktion von Kren-Enzym in Gang zu setzen, wird das Projekt nun mit 100.000 Euro vom österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Austria Wirtschaftsservice GmbH gefördert.

„Wasser8“ – Wasserwirbler gegen Kalk

Zu hartes Wasser und die damit verbundenen Kalkablagerungen an Haushaltsgeräten und Wasserhähnen sind vielerorts ein tägliches Ärgernis. Die findige Hausfrau Ursula Maria Gruchot hatte die zündende Idee zur neuen Dichtung für Wasserhähne, die in Form einer Acht für Verwirbelungen sorgt, die den Kalk in Kalkstaub verwandelt, sodass er sich nicht ablagert und stattdessen einfach weggespült werden kann.

Kalkablagerungen im Wasser konnten bislang nur mit Enthärtungsanlagen bekämpft werden. Das neue Dichtungssystem „Wasser8“ kann hingegen einfach an alle Wasserhähne und sonstige Wasseranschlüsse angebracht werden. Auf die Idee kam eine Hausfrau aus Travemünde. Sie experimentierte mit verschiedenen Dichtungen im Perlator, um so die ständigen Kalkablagerungen endlich unter Kontrolle zu bekommen. Heraus kam ein Dichtungssystem in Form einer Acht. Dieses orientiert sich an den natürlichen Verwirbelungen und Strudeln in Flüssen und anderen Gewässern. In der Natur ist Kalk lediglich als Kalkstaub im Wasser vorhanden und lagert sich aufgrund dessen nicht ab. Das „Wasser8“-Dichtungssystem verwirbelt das Wasser so, dass der im Wasser vorhandene Kalk genau wie in der Natur zu Kalkstaub wird. Der Kalkstaub kann so vollständig weggeschwemmt werden.

Die gebogene Form des Wasserwirblers ist inzwischen patentiert und wird unter dem Namen „Wasser8“ vertrieben. Er bietet neben kalkfreien Wasserhähnen weitere Vorteile, denn auch die Wasserqualität wird durch die Installation von „Wasser8“ deutlich verbessert. Das Wasser schmeckt nicht nur besser, „Wasser8“ reduziert auch die benötigte Menge an Waschpulver, Spülmittel oder Kaffeepulver und ist damit auch kostensparend.

Umweltfreundliches Gewächshaus zum biologischen Anbau von Bananen

Südfrüchte sind nicht nur gesund, sondern schmecken auch noch lecker. Kein Wunder, dass sie in jedem Supermarkt zu finden sind. Dazu müssen sie in großen Mengen aus den jeweiligen Anbaugebieten importiert werden. Eine neue Technik ermöglicht nun auch den Anbau in kalten Regionen und das auf umweltschonende und biologische Art.

Orangen, Ananas, Mangos, Kiwis, Papayas und vor allem Bananen werden in großen Mengen von ihren ursprünglichen Anbaugebieten aus in alle Welt importiert. Zum Transport der begehrten Südfrüchte werden Flugzeuge und Schiffe eingesetzt. Die belasten aber die Umwelt mit ihrem Kohlendioxid-Ausstoß die Umwelt. Zudem werden vor allem Bananen noch in unreifem Zustand geerntet, damit sie erst pünktlich beim Eintreffen an ihrem Bestimmungsort reif und verzehrbereit sind. Damit sie die lange Reise auch unbeschadet überstehen, werden sie mit Fungiziden behandelt.

Eine neue Technologie könnte in Zukunft umweltschädliche Transportwege und Behandlungen mit Fungiziden überflüssig machen und den biologischen Anbau von Südfrüchten auch in Regionen möglich machen, in den die klimatischen Bedingungen eigentlich nicht den Bedürfnissen von Südfrüchten entspricht. Ein entsprechendes Testgewächshaus gibt es inzwischen in Kleintettau am Rennsteig, einem der kältesten Orte Deutschlands. Die Betreiber des Tropenhauses nutzen zur Heizung des Gewächshauses die Prozesswärme eines benachbarten Industriebetriebes. Der notwendige Dünger für die dort angepflanzten Bananen kommt von der betriebseigenen Fischzucht und die Bestäubung der Blüten wird von speziell ausgesuchten heimischen Insekten übernommen. Damit könnte das neue System eine umweltfreundliche Variante zum Import von Bananen und anderen Südfrüchten werden, die zudem völlig biologisch angebaut werden. Anders als in den Herkunftsländern werden die Gewächshausbananen in vollreifem Zustand geerntet und sollen auch noch besser schmecken als die Importbananen.

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Rollbare Getränkekiste

Der Kauf von Getränken ist für viele ein Graus. Die Getränkekisten sind sperrig und vor allem mit Glasflachen schwer. Die Erfindung einer rollbaren Getränkekiste könnte das Problem in Zukunft lösen.

Auch wenn inzwischen viele Getränkehersteller dazu übergegangen sind ihre Produkte in den leichteren PET-Flaschen anzubieten, ist der Getränkekauf für viele Menschen immer noch ein alles andere als angenehmes Erkaufserlebnis. Die Getränkekisten sind unhandlich und schwer. Wer kein Auto zur Verfügung hat, tut sich schwer damit die Kiste nach Hause zu befördern und auch schon Transport vom Laden bis zum Auto ist nur dann einfach, wenn die schwere Kiste zuvor in einen Einkaufswagen befördert wurde. Vor allem bei Glasflaschen, aber auch bei den leichteren PET-Flaschen erfordert der Getränketransport daher immer noch Anstrengung und Muskelkraft. Eine rollbare Getränkekiste könnte den Getränkekauf in Zukunft wesentlich vereinfachen und leichter machen.

Die rollbare Getränkekiste besteht aus Kunststoff und ist in ihrem Grundgewicht leichter als herkömmliche Kästen. Sie besitzt Rollen und einen herausziehbaren Ziehgriff, die den Transport des Kastens einfacher machen. Das Roll- und Ziehsystem ist komplett in die Kiste integriert. Daher sind auch die rollbaren Getränkekisten stapelbar, sodass sowohl der kommerzielle Getränketransport als auch die Aufbewahrung zu Hause genau wie mit den bisherigen Systemen funktioniert. Die besondere Konstruktion sowie die Materialwahl könnten zu optimierten Herstellungskosten führen. Dabei reduziert sich das Tragegewicht der Kisten um etwa ein Fünftel gegenüber den bislang handelsüblichen Getränkekisten. Für die neuartige Rollkiste werden derzeit noch Produzenten oder Lizenznehmer gesucht.

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Intelligente Etiketten für Tiefkühlprodukte

Tiefkühlprodukte spielen eine immer größere Rolle bei der Lebensmittelproduktion und gehören für die meisten zur täglichen Ernährung dazu. Ein neu entwickeltes Spezialetikett soll in Zukunft davor warnen, wenn die Kühlkette unterbrochen wurde.

Von der Fertigpizza über das Tiefkühlgemüse bis hin zum Eis gehört Tiefkühlkost für den Großteil der Verbraucher ganz selbstverständlich zur täglichen Ernährung dazu. Daran ist grundsätzlich auch nichts Verwerfliches, denn tiefgefrorene Lebensmittel behalten ihre Qualität und Nährstoffe und können damit durchaus ein Bestandteil einer gesunden Ernährung sein. Wird die Kühlkette jedoch unterbrochen, leidet darunter nicht nur die Qualität. Die Nährstoffe gehen verloren und gefährliche Keime können sich bilden. Die Gefahr, dass die Kühlkette unterbrochen wird, ist groß, denn die Lebensmittel haben lange Transportwege über viele Stationen zu überstehen, bis sie letztendlich auf dem Teller landen. Bisher haben die Verbraucher jedoch kaum eine Chance festzustellen, ob das Produkt unbeschadet im Supermarkt gelandet ist.

Ein neues Etikett soll dies in Zukunft ändern. Entwickelt wurde es von der Bundesanstalt für Materialforschung in Berlin. Das intelligente Etikett erkennt sofort, wenn die Kühlkette unterbrochen wird, indem es sich bei einer vorgegeben Temperatur verformt und den Verbraucher damit vor dem Kauf oder Genuss warnt. Ein einmal verformtes Etikett kann auch nicht mehr geradegebogen werden, sodass eine einmal erfolgte Unterbrechung der Kühlkette unwiderruflich angezeigt wird. Zudem ist das neue Etikett mit einem QR-Code ausgestattet. Dieser enthält Händlerinformationen, die eine Rückverfolgung des Transport- und Herkunftsweges der Produkte ermöglichen. Die Entwicklung des intelligenten Etiketts ist bereits fast abgeschlossen, sodass die Verbraucher in Zukunft auf mehr Sicherheit und Transparenz beim Kauf von Tiefkühlprodukten hoffen können.

BroDoMax – für alle, die keine Brotkrusten mögen

Für manche sind die Brotkanten das Beste am Brot. Das gilt jedoch noch längst nicht für alle, denn viele schneiden die Kruste lieber ab. Für alle Krusten-Verschmäher hat Günter Domzal den BroDoMax erfunden. Der praktische Küchenhelfer stanzt die Kruste einfach von der Brotscheibe ab.

Manchmal sind es die kleinen und auf den ersten Blick unscheinbar erscheinenden Erfindungen, die für viele den Alltag ein bisschen einfacher machen. So auch der BroDoMax. Er trennt in Windeseile den Rand von der Brotscheibe und ist eine echte Hilfe für alle, die die Brotkante vor dem Verzehr abschneiden.

Brot ist ein Grundnahrungsmittel, das jeder gerne und oft genießt. Für die einen ist dabei die Brotkruste das Beste und Leckerste vom ganzen Brot, denn sie ist gesund und knusprig. Andere wiederum verschmähen den knusprigen Rand oder haben Schwierigkeiten mit dem Abbeißen und Kauen. Bislang musste die Brotkruste dann mühselig mit dem Messer abgeschnitten werden und das trägt bei vielen nicht gerade zu einer wahren Begeisterung bei. Mit dem neuen Küchenhelfer BroDoMax ist das Abschneiden der Brotkanten in Zukunft kein Problem mehr. Die Stanzform eignet sich für alle gängigen Brotsorten und scheidet die Kruste in nur einem Arbeitsgang sauber ab. Sie besteht aus einer Stanzklinge und einer lebensmittelechten Kunststoffumrandung, sodass die Finger beim Brotausstanzen optimal geschützt sind.

Der Erfinder Günter Domzal bietet seine Erfindung inzwischen über die eigene Website und im Erfinderladen an. Der praktische Haushaltshelfer BroDoMax ist dort im Zweierpack erhältlich und es bleibt abzuwarten, ob sich das Schmuckstück so richtig durchsetzen kann.

Traubensortierer

Auch nach der Traubenernte fallen unzählige und zeitaufwendige Arbeitsschritte an, um die Trauben so zu sortieren, dass am Ende nur die besten reifen Trauben zur Weinherstellung übrig bleiben. Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurde nun in Gemeinschaftsarbeit der Hochschule Geisenheim und dem Fraunhofer-Institut Karlsruhe für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) ein Traubensortierer entwickelt, der diese Arbeit in Zukunft wesentlich vereinfachen und schneller machen wird.

Zur Herstellung eines guten Weines sollen möglichst nur die besten und vor allem nur reife Beeren verwendet werden. Nach der Traubenernte müssen die Beeren daher mühselig von Hand verlesen werden. Der neu entwickelte Traubensortierer wird diese Arbeit in Zukunft wesentlich vereinfachen. In dem von der Hochschule Geisenheim gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut Karlsruhe für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) entwickelten Gerät laufen die Trauben mit einer Geschwindigkeit von 3 m pro Sekunde über ein Sortierband. Darüber befindet sich eine Hochleistungskamera, welche von den einzelnen Trauben 18.000 Bilder pro Sekunde schießt. Anhand der unterschiedlichen Farbnuancen erkennt eine spezielle Auswertungssoftware innerhalb von Millisekunden den Reifezustand jeder einzelnen Beere. Unreife, faule oder schimmelige Beeren, Blätter und Steine werden mit Druckluft aussortiert, während die reifen Beeren in einem Auffangbehälter landen. Insoweit bringt der neu erfundene Traubensortierer bereits auf seinem derzeitigen Entwicklungsstand viele Vorteile. Das Aussortieren der Früchte benötigt weniger Zeit und nur ein Mann kann die Maschine bedienen.

In Zukunft soll der Traubensortierer jedoch noch weiter entwickelt werden. So ist es denkbar, die Beeren außer nach ihrem Reifegrad noch nach weiteren Kriterien zu sortieren. Die Forscher denken dabei unter anderem daran, Trauben nach ihrem Zuckergehalt sortieren zu lassen. So könnte den Winzern weitere Arbeit erspart bleiben und die Sortierung nach weiteren Qualitätskriterien vereinfacht werden.

DehnBar – neuartige Diffusionsbarriere mit großen Zukunftschancen

Diffusionsbarrieren sind überall da notwendig, wo empfindliche Materialien oder Dinge vor Feuchtigkeit und Sauerstoff geschützt werden müssen. Die Professoren Görn und Riedl von der Uni Wuppertal haben nun die erste dehnbare Diffusionsbarriere für Feuchtigkeit und Sauerstoff erfunden. Ihre Erfindung könnte vor allem im Elektronik- und Telekommunikationsbereich zu revolutionären Veränderungen führen.

Empfindliche Materialien aber auch bestimmte Lebensmittel wie etwa Kartoffelchips sowie Medikamente werden durch sogenannte Diffusionsbarrieren vor Feuchtigkeit und Sauerstoff geschützt. Diffusionsbarrieren bestehen in der Regel aus Metalloxiden und Metallnitriden und werden auf die zu beschichtende Oberfläche aufgedampft. Bislang waren Diffusionsbarrieren grundsätzlich spröde und unflexibel. Nun haben die beiden Professoren Görn und Riedl von der Uni Wuppertal eine neuartige Diffusionsbarriere erfunden, die zuverlässig vor Feuchtigkeit und Sauerstoff schützt und zudem dehnbar ist.

Die neue Diffusionsbarriere DehnBar besteht aus einer elastischen Folie, auf die das Schutzmaterial aus Metalloxiden und Metallnitriden aufgebracht wird. Vor dem Aufbringen der Schutzschicht wird die Folie jedoch gedehnt, sodass letztendlich eine Art von mikroskopisch kleiner Hügelstruktur entsteht, welche dafür sorgt, dass die fertige Diffusionsbarriere ebenfalls dehnbar und elastisch bleibt.

Die neue Technologie eröffnet in vielen Bereichen völlig neue Entwicklungsmöglichkeiten, die zu revolutionären Neuerungen führen könnten. In der Lebensmitteltechnologie oder bei der Verpackung von Medikamenten könnte die neue Diffusionsbarriere zu einer weitaus höherwertigeren Verpackungs- und Schutzqualität führen. Weitaus einschneidender könnte sich die Entwicklung neuer Produkte in der Elektronikindustrie verändern. So sind mit der DehnBar Diffusionsbarriere der Wuppertaler Professoren in Zukunft aufrollbare Display- und Tablet-PCs denkbar. Görn und Riedl sind mit ihrer bahnbrechenden Erfindung unter den Nominierten für den Hochschul-Wettbewerb ZukunftErfinden NRW 2014.