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Ivars Kalvins – produktivster Erfinder in der medizinischen Biochemie

Der lettische Biochemiker Ivars Kalvins ist mit mehr als 900 Patenten der produktivste Wissenschaftler im Bereich der medizinischen Biochemie. Für diese unglaubliche Leistung wurde er nun für den Erfinderpreis 2015 in der Kategorie Lebenswerk nominiert.

Es gibt nur wenige Erfinder, die mit der enormen Menge an Patenten des lettischen Wissenschaftlers Ivars Kalvins mithalten können und noch weniger Erfinder können darauf stolz sein mit ihren Erfindungen so viele schlimme Erkrankungen zu lindern. Das alles macht Ivars Kalvins zu einem Ausnahmetalent unter den Erfindern und Wissenschaftler und führte nicht zuletzt dazu, dass er nun für den Erfinderpreis 2015 in der Kategorie Lebenswerk nominiert wurde.

Kalvins kann bislang auf mehr als 900 Patente und Patentanmeldungen, sowie 256 Erfindungen zurückblicken. Die Liste der von ihm entwickelten Medikamente ist lang und umfasst wirksame Mittel gegen die schlimmsten Erkrankungen der Menschheit. Darunter sind zum Beispiel Medikamente gegen Schlaganfall, Alzheimer, Krebs uns Herzinfarkt. Das wohl bedeutendste Medikament ist das Herzmedikament Meldonium. Mit diesem Medikament werden weltweit rund zwei Millionen Menschen erfolgreich behandelt. Dieser durchschlagende Erfolg war nicht zuletzt ausschlaggebend für die Nominierung Kalvins für den Erfinderpreis.

Doch neben den erfolgreichen Forschungen und Entwicklungen des Wissenschaftlers spielten auch die besonderen Umstände seiner Arbeit eine Rolle. Viele Jahre der Forschungsarbeit hinter dem „Eisernen Vorhang“ und die Durchführung seiner Arbeit mit einfachsten Mitteln machen die Leistung des Biochemikers noch eindrucksvoller. Kalvins glaubt an die göttliche Unterstützung bei seiner Arbeit, und hat gute Chancen den Erfinderpreis 2015 in der Kategorie Lebenswerk auch tatsächlich zu erhalten.

DehnBar – neuartige Diffusionsbarriere mit großen Zukunftschancen

Diffusionsbarrieren sind überall da notwendig, wo empfindliche Materialien oder Dinge vor Feuchtigkeit und Sauerstoff geschützt werden müssen. Die Professoren Görn und Riedl von der Uni Wuppertal haben nun die erste dehnbare Diffusionsbarriere für Feuchtigkeit und Sauerstoff erfunden. Ihre Erfindung könnte vor allem im Elektronik- und Telekommunikationsbereich zu revolutionären Veränderungen führen.

Empfindliche Materialien aber auch bestimmte Lebensmittel wie etwa Kartoffelchips sowie Medikamente werden durch sogenannte Diffusionsbarrieren vor Feuchtigkeit und Sauerstoff geschützt. Diffusionsbarrieren bestehen in der Regel aus Metalloxiden und Metallnitriden und werden auf die zu beschichtende Oberfläche aufgedampft. Bislang waren Diffusionsbarrieren grundsätzlich spröde und unflexibel. Nun haben die beiden Professoren Görn und Riedl von der Uni Wuppertal eine neuartige Diffusionsbarriere erfunden, die zuverlässig vor Feuchtigkeit und Sauerstoff schützt und zudem dehnbar ist.

Die neue Diffusionsbarriere DehnBar besteht aus einer elastischen Folie, auf die das Schutzmaterial aus Metalloxiden und Metallnitriden aufgebracht wird. Vor dem Aufbringen der Schutzschicht wird die Folie jedoch gedehnt, sodass letztendlich eine Art von mikroskopisch kleiner Hügelstruktur entsteht, welche dafür sorgt, dass die fertige Diffusionsbarriere ebenfalls dehnbar und elastisch bleibt.

Die neue Technologie eröffnet in vielen Bereichen völlig neue Entwicklungsmöglichkeiten, die zu revolutionären Neuerungen führen könnten. In der Lebensmitteltechnologie oder bei der Verpackung von Medikamenten könnte die neue Diffusionsbarriere zu einer weitaus höherwertigeren Verpackungs- und Schutzqualität führen. Weitaus einschneidender könnte sich die Entwicklung neuer Produkte in der Elektronikindustrie verändern. So sind mit der DehnBar Diffusionsbarriere der Wuppertaler Professoren in Zukunft aufrollbare Display- und Tablet-PCs denkbar. Görn und Riedl sind mit ihrer bahnbrechenden Erfindung unter den Nominierten für den Hochschul-Wettbewerb ZukunftErfinden NRW 2014.