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Eine Bank – ganz speziell für Senioren

Senioren haben häufig nicht nur Probleme mit dem Laufen. Auch das Aufstehen von niedrigen Sesseln, Stühlen oder Bänken ist oftmals nicht so einfach. Der Erfinder Ingo Hermann erlebte genau das, als ihn im Urlaub eine ältere Dame um Hilfe beim Aufstehen von einer Parkbank bat. Nach diesem Erlebnis machte er sich Gedanken um das Sitz- und Aufsteh-Problem von Senioren und erfand die Seniorenbank.

Die Seniorenbank unterscheidet sich von gewöhnlichen Garten- oder Parkbänken durch eine erhöhte Sitzposition und drei hohe, weit hinausragende Bügel bei einer Zweierbank. Die erhöhte Sitzposition ist gelenkschonend und erleichtert den Senioren das Hinsetzen und Aufstehen erheblich. Doch das wirklich besondere an der neuen Parkbank sind die Bügel. Eine Bank für zwei Personen hat nicht nur rechts und links, sondern auch in der Mitte jeweils einen Bügel. Diese Bügel sind weitaus höher als die Bügel herkömmlicher Parkbänke. Zudem ragen sie weit über die eigentliche Sitzfläche hinaus. So können sich die Senioren beim Aufstehen richtig hochziehen und abstützen, bis sie einen sicheren Stand haben.

Der Erfinder Ingo Hermann hat zusätzlich zur Seniorenbank Einzelbügel entwickelt, mit denen sich ganz normale Bänke in Parks, Bahnhöfen oder in den Innenstädten nachrüsten lassen. Die erste Seniorenbank wurde im sächsischen Großenhain bereits aufgestellt und ist zuvor von Ärzten und Senioren getestet und für ergonomisch sinnvoll und hilfreich befunden worden. Auch die Nachrüstbügel finden großes Interesse. So wurden in einigen Städten schon Bänke damit seniorengerecht gestaltet. Möglicherweise werden in Zukunft überall die nützlichen Bänke zu finden sein. Sie werden sicher nicht nur Senioren begeistern, denn optisch sind sie ein echter Hingucker.

http://www.mdr.de/einfach-genial/eg_seniorenbank100.html (inkl. Kontakdaten)

Barrierefreies Kochsystem – ideal für behinderte Menschen

Manfred Philipp hat schon mehrfach durch geniale und behindertengerechte Ideen auf sich aufmerksam gemacht. Die neueste Erfindung des Tüftlers ist ein „barrierefreies Kochsystem“, das er zusammen mit seinem Sohn Roman ersann. Das neue System erleichtert behinderten Menschen das Kochen erheblich und verhilft ihnen damit zu neuer Selbstständigkeit.

Vor allem für Rollstuhlfahrer und Kleinwüchsige ist das Kochen in der heimischen Küche oftmals ein riesiges Problem. Meist können sie nur die vorderen Kochfelder problemlos erreichen. Müssen dennoch auch die hinteren Kochfelder genutzt werden, ist dies für behinderte Menschen ohne fremde Hilfe fast unmöglich und führt nicht selten zu Verbrennungen oder Verbrühungen an den Händen und Armen. Manfred Philipp hat sich dieses Problems angenommen und zusammen mit seinem Sohn Roman ein „barrierefreies Kochsystem“ entwickelt, mit dem das Kochen für Behinderte erheblich erleichtert wird.

Dabei handelt es sich um ein Kochfeld, welches sich aus der Küchenzeile herausfahren und in seiner Höhe verstellen lässt. Damit entstand ein eigentlich einfaches System mit großer Wirkung. Ist das Kochfeld aus der Küchenzeile herausgefahren, können Rollstuhlfahrer um das Kochfeld herumfahren und haben damit von drei Seiten einen Zugang zu den Herdplatten. Die verstellbare Höhe verschafft zusätzliche Erleichterung, denn so lässt sich der Herd genau auf die individuell benötigte Höhe einstellen.

Die Erfinder haben bereits für ihr „barrierefreies Kochfeld“ das Patent erhalten und wurden dafür mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet. Auch die Serienhersteller von Einbauküchen und Küchenzeilen interessieren sich inzwischen für die Idee, denn das „barrierefreie Kochsystem“ kann in Privathaushalten genau wie in Pflege- und Seniorenheimen zum Einsatz kommen.

Passiver Notrufstecker für Senioren

Zwei Informatiker haben ein neues Meldesystem für Senioren entwickelt. In Zukunft müssen Senioren in betreuten Wohnanlagen nicht mehr aktiv einen Knopf drücken, um anzuzeigen, dass es ihnen gut geht.

Senioren, die in Anlagen für betreutes Wohnen leben, werden täglich betreut. Auch ihr Gesundheitszustand wird täglich überwacht. Als Zeichen, dass es ihnen gut geht, müssen sie mehrmals am Tag den Knopf eines Meldesystems drücken. Bleibt das Rückmeldesignal einmal aus, wird automatisch Alarm ausgelöst und Notarzt und Feuerwehr rücken zu einem Rettungseinsatz aus. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch um einen Fehlalarm. Die Senioren haben einfach vergessen, den Meldeknopf zu drücken. Auch wenn es den vergesslichen Senioren zum Glück meist gut geht, kommen so Jahr für Jahr Hunderte von unnötigen Rettungseinsätzen zustande, die nicht nur eine Menge Geld kosten, sondern die Rettungskräfte unter Umständen von einem wirklich dringenden Einsatz abhalten. Ralf Eckert und Thomas Frenken haben nun ein neues Meldesystem entwickelt, bei dem die Senioren nicht mehr aktiv jeden Tag ein Meldesignal senden müssen.

Das neue Meldesystem besteht aus einer kleinen Box, die direkt an die Steckdose angeschlossen wird und mit jedem beliebigen Haushaltsgerät verbunden werden kann. Nutzen die Senioren das angeschlossene Gerät, geht damit automatisch die Rückmeldung an die Notrufzentrale raus. Sinnvoll ist es also, die Meldebox mit einem Gerät zu verbinden, das täglich genutzt wird. Die Kaffeemaschine, der Wasserkocher oder auch das Fernsehgerät kann mit der kleinen Box verbunden werden. Die passive Meldebox so zu programmieren, dass jedes beliebige Gerät daran angeschlossen werden kann, war laut Aussagen der findigen Informatiker die größte Herausforderung. Doch scheint der passive Notrufstecker zu funktionieren. Er wird bereits in der Praxis getestet und bislang gab es keinen Fehlalarm mehr, der sich auf das neue Gerät zurückführen ließe.