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Neues Patent zur Erkennung von Fingerabdrücken

Sensoren am Smartphone zur Erkennung von Fingerabdrücken sind keine Neuerung – die Erkennung von Fingerabdrücken direkt auf dem Touchscreen schon. Genau dafür bekam das südkoreanische Unternehmen CrucialTec jetzt das Patent zugesprochen und könnte das Verfahren damit in Zukunft revolutionieren.

Bisher erfolgt die Erkennung von Fingerabdrücken via Smartphone über spezielle Sensorfelder. So steckt etwa der Fingerabdrucksensor im iPhone 6 oder im Samsung Galaxy S5 im Homebutton, direkt unter dem Display. Doch wie komfortabel die Erkennung funktioniert, hängt von der Größe und Formgebung des Sensorfeldes ab. Bei anderen Geräten befindet sich der Fingerabdrucksensor in einem speziellen Feld unterhalb der Kamera auf der Rückseite. Doch das alles könnte schon bald zur Technik von gestern gehören, denn das südkoreanische Unternehmen CrucialTec hat ein Verfahren entwickelt, bei dem die Fingerabdruckerkennung direkt über den Touchscreen möglich ist. Dafür erhielt das Unternehmen nun das Patent. Mit der neuen Entwicklung könnten spezielle Felder zur Fingerabdruckerkennung in Zukunft wegfallen und damit der Platz rund um das Display noch weiter reduziert werden.

CrucialTec hat bereits Erfahrung mit der Herstellung von Fingerabdrucksensoren und stellt diese zum Beispiel für Huawei und Oppo her. Doch auch Apple hat inzwischen ein ähnliches Patent eingereicht, sodass die Technik zur Erkennung von Fingerabdrücken via Smartphone in Zukunft bei allen Herstellern dem jetzt erteilten Patent von CrucialTec ähneln wird. Ob es wegen der Patente von CrucialTec und Apple zu Problemen zwischen den beiden Unternehmen kommen wird, kann derzeit noch niemand sagen.

Die „Intelligente Tastatur“ erkennt den jeweiligen Benutzer am Tippverhalten

Chinesische und US-amerikanische Forscher haben in Gemeinschaftsarbeit eine völlig neuartige Computertastatur entwickelt. Sie soll den Nutzer an seinem Tippverhalten erkennen können.

Ein chinesisch-US-amerikanisches Forscherteam stellte nun eine neuartige Computertastatur vor, die ihre Nutzer anhand des Tippverhaltens erkennen und auseinanderhalten kann. An einer funktionierenden Nutzeridentifikation über die Tastatur wird schon länger gearbeitet, denn die Forscher versprechen sich davon einige Sicherheitsvorteile. So könnte die neue Tastatur dazu eingesetzt werden Passworteingaben und zugehörige Nutzer zu verknüpfen und so dem Passwortklau vorbeugen.

Das neue System analysiert mithilfe spezieller Sensoren das spezifische Schreibmuster des Nutzers. Dabei wird zum einen die Schreibgeschwindigkeit, zum anderen der Tastendruck analysiert und spezifiziert. Die von den Wissenschaftlern „Intelligente Tastatur“ genannte Neuerung kann aber weitaus mehr, als nur die Eingabe von Passwörtern sicherer zu gestalten. So haben die Forscher zusätzlich daran gearbeitet, dass die Tastatur die zur Nutzung notwendige Energie erzeugt. Dazu befindet sich auf der Tastatur eine spezielle Nanobeschichtung, welche durch die Berührung Reibungselektrizität erzeugt. Mit der so gewonnenen Energie kann die „Intelligente Tastatur“ nicht nur ganz ohne zusätzliche Stromzufuhr betrieben werden, sondern produziert sogar so viel Energie, dass sie auch zum Aufladen kleiner Akkus genutzt werden kann. Dazu ist allerdings eine relativ hohe Tippgeschwindigkeit von mindestens 100 Zeichen pro Minuten notwendig. Doch die Nanobeschichtung kann sogar noch mehr, denn sie ist selbstreinigend.

Die „Intelligenten Tastatur“ gibt es bislang nur als Prototyp. Ob und wann sie tatsächlich serienmäßig hergestellt wird, ist noch nicht bekannt.

Passiver Notrufstecker für Senioren

Zwei Informatiker haben ein neues Meldesystem für Senioren entwickelt. In Zukunft müssen Senioren in betreuten Wohnanlagen nicht mehr aktiv einen Knopf drücken, um anzuzeigen, dass es ihnen gut geht.

Senioren, die in Anlagen für betreutes Wohnen leben, werden täglich betreut. Auch ihr Gesundheitszustand wird täglich überwacht. Als Zeichen, dass es ihnen gut geht, müssen sie mehrmals am Tag den Knopf eines Meldesystems drücken. Bleibt das Rückmeldesignal einmal aus, wird automatisch Alarm ausgelöst und Notarzt und Feuerwehr rücken zu einem Rettungseinsatz aus. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch um einen Fehlalarm. Die Senioren haben einfach vergessen, den Meldeknopf zu drücken. Auch wenn es den vergesslichen Senioren zum Glück meist gut geht, kommen so Jahr für Jahr Hunderte von unnötigen Rettungseinsätzen zustande, die nicht nur eine Menge Geld kosten, sondern die Rettungskräfte unter Umständen von einem wirklich dringenden Einsatz abhalten. Ralf Eckert und Thomas Frenken haben nun ein neues Meldesystem entwickelt, bei dem die Senioren nicht mehr aktiv jeden Tag ein Meldesignal senden müssen.

Das neue Meldesystem besteht aus einer kleinen Box, die direkt an die Steckdose angeschlossen wird und mit jedem beliebigen Haushaltsgerät verbunden werden kann. Nutzen die Senioren das angeschlossene Gerät, geht damit automatisch die Rückmeldung an die Notrufzentrale raus. Sinnvoll ist es also, die Meldebox mit einem Gerät zu verbinden, das täglich genutzt wird. Die Kaffeemaschine, der Wasserkocher oder auch das Fernsehgerät kann mit der kleinen Box verbunden werden. Die passive Meldebox so zu programmieren, dass jedes beliebige Gerät daran angeschlossen werden kann, war laut Aussagen der findigen Informatiker die größte Herausforderung. Doch scheint der passive Notrufstecker zu funktionieren. Er wird bereits in der Praxis getestet und bislang gab es keinen Fehlalarm mehr, der sich auf das neue Gerät zurückführen ließe.

Minifeuerlöscher für Elektrogeräte

Haushaltsbrände entstehen hauptsächlich durch Elektrogeräte. Eine Firma für Sicherheitstechnik aus Ahrensburg bei Hamburg hat einen Minifeuerlöscher entwickelt, der direkt in Elektrogeräten Brände löschen und einen erneuten Feuerausbruch verhindern kann.

Die meisten Brände im Haushalt entstehen durch Wäschetrockner, dicht gefolgt von Fernsehgeräten und Kühlschränken. Ein Minifeuerlöscher, entwickelt von der Job GmbH aus Ahrensburg könnte in Zukunft dafür sorgen, dass Haushaltsbrände durch Elektrogeräte der Vergangenheit angehören. Das kleine Löschsystem besteht aus einer Ampulle, die mit einer Flüssigkeit gefüllt ist. Wird es zu heiß, breitet sich die Flüssigkeit aus und bringt die Glasampulle zum Platzen. Die freiwerdende Flüssigkeit verdampft und wird zu Gas. Dieses entzieht der Luft den Sauerstoff und löscht so das Feuer. Die genaue Zusammensetzung dieser Flüssigkeit ist Betriebsgeheimnis. Versuche haben jedoch bewiesen, dass das System funktioniert. An neuralgischen Stellen, direkt in Haushaltselektrogeräte eingesetzt, könnte das Löschsystem aufkommende Brände durch Kurzschluss sofort löschen und eine Ausweitung des Feuers verhindern.

Die kleine Ampulle kann jedoch noch mehr. Die Glasoberfläche der Ampulle ist zusätzlich mit einem Zinkstreifen ausgestattet, der den Strom leitet. So wird gleichzeitig mit dem Austritt der brandlöschenden Flüssigkeit der Stromkreislauf des Elektrogerätes unterbrochen und ein Wiederentzünden des Feuers verhindert. Die Entwickler des kleinen Feuerlöschers unter Leitung von Rüdiger Klug haben für ihre Erfindung bereits den Innovationspreis der bedeutendsten Sicherheitsmesse gewonnen und stehen nun weltweit mit den Herstellern von Elektrogeräten in Verhandlungen über den Einbau des Löschsystems in Haushaltsgeräte.

Leuchtende Autotür

Im Dämmerlicht und bei Dunkelheit sind sich plötzlich öffnende Autotüren für vorbeifahrende Autos, Radfahrer und Fußgänger eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Die Autozulieferfirma Kiekert hat nun ein leuchtendes PKW-Türschloss entwickelt, mit dem Unfälle durch offene Autotüren vermieden werden können.

Offene Autotüren stellen bei Dunkelheit und auch schon im Dämmerlicht eine ernstzunehmende Gefahr für vorbeifahrende Autos, Radfahrer und manchmal auch für Fußgänger dar. Zwar gibt es bereits im Baumarkt und im Autozubehörhandel Reflektoren, die seitlich an der Autotür angebracht werden können, diese funktionieren jedoch nur, wenn der Radfahrer oder das vorbeifahrende Auto mit Licht unterwegs ist. Die Autozulieferfirma Kiekert aus Heiligenhaus in der Nähe von Düsseldorf hat nun ein leuchtendes PKW-Türschloss entwickelt, welches einfach, aber wirkungsvoll Unfälle verhindern kann.

Die Firma Kiekert gehört, obwohl in der Öffentlichkeit wenig bekannt, zu den weltweit führenden Unternehmen in der Autotürschloss-Herstellung. Fast jedes dritte Auto in Deutschland ist mit einem Türschloss von Kiekert ausgestattet. Am neuen Türschloss befindet sich ein LED-Licht, das in verschiedenen Farben nach hinten strahlen oder auch blinken kann. So können Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger bereits frühzeitig gewarnt werden. Dass das neue Schloss funktioniert, hat ein Test vom ADAC bereits gezeigt. Die Firma Kiekert zeigt sich deshalb optimistisch, dass das leuchtende Türschloss schon bald zur Serienausstattung vieler Auto gehören könnte. Die Technik für das LED-Türschloss ist bereits serienreif und das Unternehmen steht schon mit einigen Autoherstellern in Verhandlung über den Einbau in verschiedene PKW-Modelle.