Neues Verfahren zur Sicherung von Fingerabdrücken

Einem Polizei-Chemiker aus Kiel ist es gelungen, mit einem neuen Verfahren zur Erkennung von Fingerabdrücken eine wahre kriminaltechnische Sensation zu entwickeln. Mit dem neuen Analyseverfahren wird es in Zukunft möglich sein, auch bisher nicht verwertbare Fingerabdrücke zu identifizieren und dem Täter zuzuordnen. Für Kriminelle werden damit wohl schwere Zeiten anbrechen.

Der Polizei-Chemiker Dr. Norbert Buchholz hat ein Analyseverfahren entwickelt, das schon jetzt in Polizeikreisen als Sensation gefeiert wird. Bislang ist es bei der Aufklärung von Straftaten völlig normal, dass nicht alle Fingerabdruckspuren bei den Ermittlungen verwendet werden können. Oftmals sind diese einfach nicht deutlich genug sichtbar, um sie zur Täteridentifizierung und als Beweisstück vor Gericht zu nutzen. Das wird jetzt wohl völlig anders werden, denn das neue Analyseverfahren macht es möglich, innerhalb weniger Sekunden auch aus anscheinend unbrauchbaren Spuren ein deutliches und detailliertes Schwarz-Weiß-Bild eines Fingerabdrucks zu erhalten. Dabei sind alle individuellen Muster der Fingerkuppen sowie alle weiteren Feinstrukturen des Abdrucks deutlich erkennbar. Mit dem neuen Verfahren reichen bereits Teile von Fingerabdrücken völlig aus, um diese einem Täter eindeutig zuzuordnen.

Anders als beim traditionellen Verfahren mit Rußpulver oder Ninhydrin (einem speziellen Klebstoff) wird der Fingerabdruck bei der neuen Analyse mithilfe einer speziellen Maschine mit einer winzigen Menge Gold bestäubt und anschließend in eine Entwicklerflüssigkeit gelegt. So entsteht in wenigen Sekunden ein detailgenaues Schwarz-Weiß-Bild des Abdrucks. Der Erfinder hat sein Analyseverfahren bereits zum Patent angemeldet und will sein Verfahren im Herbst 2015 den Experten vorstellen. Zwar ist die Methode zurzeit noch relativ aufwendig, doch es kann sehr gut sein, dass sie schon bald weltweit bei Polizeiermittlungen eingesetzt wird.

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