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Neue Prägetechnik und Prägeanlage zur Münzfertigung

Die Firma Schuler aus Göppingen ist Weltmarkführer im Bereich der Umformtechnik und stellt vor allen Anlagen zur Münzfertigung her. Nun hat das Traditionsunternehmen eine völlig neuartige Münzprägeanlage entwickelt, mit der zunächst einmal Sammlermünzen mit einem neuen Polymer-Ring geprägt werden sollen.

Das Göppinger Traditionsunternehmen Schuler hat schon mehrmals ganz neue Prägepressen für Münzen entwickelt und ist der Weltmarkführer in diesem Bereich. Nun entwickelte Schuler eine Prägepresse, mit der in Zusammenarbeit mit den staatlichen Prägeanstalten in Baden-Württemberg und Bayern zunächst Fünf-Euro-Sammlermünzen hergestellt werden sollen. Das Besondere an diesen Münzen ist ein zum Teil lichtdurchlässiger Polymer-Ring, der prägbar ist und in unterschiedlichen Farben gestaltet werden kann. Die Sammlermünzen tragen den Namen „Planet Erde“ und werden in den zwei Qualitäten Stempelglanz und Spiegelglanz auf den Markt kommen. Die Weltneuheit wird im kommenden Jahr herausgegeben werden und soll mit ihrem futuristischen Aussehen vor allem junge Sammler ansprechen.

Die neue Prägetechnik mit Polymer-Ring ist jedoch nicht ausschließlich zur Herstellung von Sammlermünzen interessant, sondern könnte in Zukunft auch bei Münzen zum normalen Zahlungsverkehr verwendet werden. Die besondere Herausforderung bei der Entwicklung der neuen Technik liegt darin, insgesamt drei Materialien so miteinander zu verbinden, dass sie genauso fest zusammenhalten wie Bimetall-Münzen. Bei der Entwicklung der neuen Technologie konnte das Unternehmen auf seine langjährige Erfahrung zurückblicken. Inzwischen hat Schuler für die neue Prägetechnik und die Entwicklung einer entsprechenden Prägeanlage gleich mehrere Patente beantragt.

Servierautomat für Flugzeuge

Die deutsche Firma Sell GmbH hat einen Servierautomaten für Flugzeuge entwickelt, der in Zukunft die Flugbegleiter bei der Essensausgabe ersetzen soll. Bei der Patententwicklung hat sich das Unternehmen offenbar von einer ähnlichen Erfindung aus dem Jahr 1965 inspirieren lassen.

Die Essensausgabe im Flugzeug übernehmen bis dato die Flugbegleiter. Dazu schieben sie Essens- und Getränkecontainer durch die sowieso schon engen Gänge. Während die Container durch den Gang geschoben werden, ist Aufstehen für die Passagiere nahezu unmöglich und auch Arme und Beine sollten möglichst eingezogen werden, denn die Essenswagen sind nicht gerade platzsparend. Bereits im Jahr 1965 hatte der Erfinder Martin Limanoff eine ähnliche Idee, auf die sich die Entwickler des neuen Patents auch berufen. Limanoff hatte damals einen Roboter erfunden, der sich, auf Schienen befestigt, durch den Flugzeuggang bewegen und das Essen an die Passagiere ausgeben sollte.

Der neue Servierautomat der Firma Sell GmbH fährt nicht nur das Essen ohne menschliche Hilfe selbstständig aus, sondern ist zudem noch mit einem computergesteuerten Bestellprogramm ausgestattet. So kann jeder Fluggast mit ein paar wenigen Klicks Essen und Getränke ganz nach Wunsch bestellen und das Essen sofort erhalten. Der Automat befindet sich bei Nichtgebrauch unter der Küchenkabine und schafft so zusätzlichen Platz, den die Fluggesellschaften für zusätzliche Sitzplätze nutzen könnten.

Die Erfinderfirma ist eine Tochtergesellschaft der Kabineneinrichtungsfirma Zodiac Aerospace. Daher könnte der neue Servierautomat durchaus schon bald in die ersten Flieger eingebaut werden.

Schnelle Hilfe bei Überschwemmungen – das Sandsackfüllgerät

Wenn Hochwasser die Ortschaften bedroht, sind die guten alten Sandsäcke immer noch ein schnelles und wirksames Mittel, um die Wasserfluten aufzuhalten. Feuerwehrmänner, Helfer vom THW, Bundeswehrsoldaten und jede Menge freiwillige Helfer aus der Zivilbevölkerung, die schon einmal bei Hochwassereinsätzen geholfen haben wissen, wie mühselig das Befüllen der Sandsäcke ist. Durch eigene Erfahrungen inspiriert hat Jens Kunze aus Sachsen ein neues Sandsackfüllgerät erfunden, das absolut simpel, dafür aber umso effektiver ist.

Jens Kunze aus St. Egidien in Sachsen hat schon zweimal die furchtbare Bedrohung seines Heimatortes durch Hochwasser aktiv miterlebt. In den Jahren 2002 und 2013 war er als aktiver Helfer dabei und kennt das mühsame Befüllen von Sandsäcken aus eigener Erfahrung. Zwar gibt es bereits eine Art Standtrichter, in den der Sand hineingeschaufelt und unten in einem Sack aufgefangen wird. Dazu sind aber zwei Helfer notwendig. Der eine schaufelt unermüdlich Sand in den Trichter, der andere hält den Sandsack unter den Trichter. Das erschien dem Erfinder des neuen Sandsackfüllgerätes zu aufwendig, zu anstrengend und zu langsam.

Das Sandsackfüllgerät von Jens Kunze ist ebenfalls ein trichterförmiges Gerät. Allerdings kann hier der leere Sandsack über die untere Trichteröffnung gestülpt und mit der oberen breiteren Seite der Sand in den Trichter geschaufelt werden. So kann eine Person ohne weitere Hilfsmittel und ohne zweiten Helfer einen Sack befüllen. Das einfache, aber wirkungsvolle Gerät wurde bereits mit großem Erfolg von Feuerwehr und Bundeswehr getestet. Dabei stellte es seine Effektivität eindrucksvoll unter Beweis, denn mit dem Sandsackfüllgerät ließen sich innerhalb von drei Minuten gut doppelt so viele Sandsäcke befüllen als auch herkömmliche Art.

„Genie“ – eine komplette Mahlzeit in 30 Sekunden

Es erinnert ein wenig an Science Fiction, doch schon bald soll das völlig neuartige Gerät namens „Genie“ auf den Markt kommen. Das futuristisch anmutende Gerät soll laut der Erfinderfirma in nur 30 Sekunden jede gewünschte Mahlzeit zubereiten können.

Eine israelische Firma hat ein neues Gerät entwickelt, das laut Aussagen des Entwicklers Ayelet Carasso „eine reale Version des Star-Trek-Replikators“ sein soll. Äußerlich soll das futuristische Gerät einer Kaffeemaschine ähneln, doch wenn das Gerät das hält, was der Entwickler verspricht, sind seine Fähigkeiten bislang wirklich einzigartig auf dem Mark. Die neue Küchenmaschine namens Genie soll in der Lage sein, jede gewünschte Mahlzeit – vom deftigen oder exotischen Hauptmenü bis hin zur Süßspeise – innerhalb von nur 30 Sekunden zuzubereiten.

Die notwendigen Zutaten für die Wunschgerichte sind gefriergetrocknet und für bis zu 2 Jahre haltbar. Verwendet werden laut Erfinder nur natürliche Zutaten. Diese werden während der Zubereitung mit der benötigten Flüssigkeit durch Schütteln vermischt. Die Flüssigkeit befindet sich in Tuben auf der Rückseite des Gerätes. „Genie“ kann über eine Handy-App oder per Knopfdruck bedient werden und scheint eine ideale Küchenmaschine für alle zu sein, die so gar keine Arbeit mit der Zubereitung ihrer Mahlzeiten haben möchten. Ob sich das Gerät a là Star-Trek jedoch tatsächlich in den Küchen durchsetzen wird oder eine komplette Kücheneinrichtung in Zukunft womöglich sogar überflüssig macht, ist fraglich. Nichtsdestotrotz soll „Genie“ noch in diesem Jahr zum Preis von circa 1000 Euro auf den Markt kommen.

ColiMinder – neue Erfindung zur Messung der Wasserbelastung

Mit Fäkalkeimen belastetes Wasser birgt ein großes Gesundheitsrisiko für alle, die damit in Berührung kommen. Daher muss das Wasser in Kläranlagen laufend getestet werden. Ein österreichisches Startup hat nun eine neue Methode zur Messung der Wasserbelastung entwickelt, die nicht nur wesentlich schneller als die bisherigen Methoden ist, sondern auch flexibel überall eingesetzt werden kann.

Fäkalkeime im Wasser können äußerst gefährlich werden. Die sogenannten Escherichia coli sind Darmbakterien, die verschiedene und zum Teil höchst gefährliche Krankheiten hervorrufen können. Deshalb müssen Abwässer, Trink- und Nutzwasser ständig untersucht werden. Bislang geschah dies nur im Labor mit aufwendigen Untersuchungsmethoden. Bis die Untersuchungsergebnisse vorliegen, dauert es mitunter bis zu 48 Stunden. Im Zweifelsfall geht so viel Zeit verloren, in der die schädlichen Bakterien möglicherweise bei allen, die mit dem belasteten Wasser in Berührung kommen, bereits zu Gesundheitsproblemen führen.

Nun hat das österreichische Startup Vienna Monitoring GmbH eine neue Testmethode und das dazugehörende Testgerät entwickelt. Mit dem ColiMinder wird die Messung der Wasserbelastung in Zukunft in nur 15 Minuten möglich sein. Das Gerät ist nur 33 cm groß und kann per Internet gesteuert werden. Es liefert vollautomatische Testergebnisse und wurde gleich in verschiedenen Ausführungen entwickelt. So wird der ColiMinder als Laborgerät, Industriegerät, mobiles Gerät und als Messstation verfügbar sein.

Die ColiMinder Testmethode und das dazu gehörende Testgerät befinden sich derzeit noch in der Testphase. Das Startup hat bereits das Patent dazu angemeldet und ist zuversichtlich, dass die neue Messmethode zur Wasserbelastung schon bald überall eingesetzt werden kann.

Neues Apple-Patent – vielleicht hat das iPhone bald zwei Kameras?!

Apple bekam erneut ein Patent zugesprochen. Dabei handelt es sich um die Beschreibung zweier Kameras, die vermutlich die Rückseite des iPhone 7 zieren könnten.

Die Patentschmiede Apple bekam laut Insider-Auskünften erneut ein Patent zugesprochen. Die Patentschrift befasst sich mit zwei Kameras, die sich in Zukunft vermutlich an der Rückseite des iPhones befinden sollen. Dabei soll es sich um eine ganz normale Weitwinkelkamera und eine spezielle Kamera für Fernaufnahmen handeln. Durch zwei Kameras mit unterschiedlichen Brennweiten könnte die Bildqualität in Zukunft wesentlich verbessert werden. Ebenfalls im Patent erwähnt wird eine zusätzliche Zoom-Kamera, die einen Vergrößerungsfaktor von 2,4 bis 10 ermöglicht. Damit ähnelt die Apple Zoomkamera denen die auch in Digitalkameras verwendet werden. Diese kann zusätzlich zu den normalen iPhones Kameras eingesetzt werden.

Im neuen Apple Patent werden nicht nur die einzelnen optischen Elemente genau beschrieben. Stattdessen wird in der Patentschrift auch exakt auf die Materialien eingegangen.

Apple ist eine der Firmen, die immer wieder durch neue Patente auf sich aufmerksam macht. So reicht der Konzern aus Cupertino fast wöchentliche neue Patente ein. Insider vermuten zwar, dass das iPhone 7 möglicherweise mit den neuen Kameras auf der Rückseite ausgestattet ist, sicher ist dies jedoch keinesfalls. Die meisten Apple Patente werden nicht bis zur Marktreife weiterverfolgt und nur ganz wenige werden in neuen Apple Produkten umgesetzt. Das könnte auch mit den Rückseiten-Kameras geschehen.

Statt Selfie-Stick in Zukunft der Selfie-Arm?

Viele Erfindungen sind überaus erfolgreich, denn sie führen zu bahnbrechenden Neuerungen in unser aller Leben. Manche Erfindungen sind eher kuriose oder skurrile Ideen, werden vielleicht belächelt und werden doch erfolgreich. Der Selfie-Arm ist sicherlich eine der kuriosen Erfindungen, aber womöglich wird er doch überaus erfolgreich und löst schon bald den Selfie-Stick ab.

Selfies sind überall auf der Welt voll im Trend. Der Selfie-Stick wurde schnell zum Riesenerfolg, denn er vereinfacht das Schießen von Selfies enorm. Mit dem Selfie-Stick kann das Smartphone oder die Kamera immer in der richtigen Position gehalten werden und kein Arm, der das Smartphone in die Luft halten muss, ist mehr auf dem Bild. In Anlehnung an den Selfie-Stick haben die beiden amerikanischen Designer Aric Snee und Justin David Crowe nun den Selfie-Arm erfunden. Er ist vor allem interessant, wenn man auf dem Foto den Eindruck vermitteln möchte nicht alleine zu sein.

Bei der US-amerikanischen Erfindung handelt es sich tatsächlich um einen künstlichen Arm. An der einen Seite kann das Smartphone oder die Kamera angebracht werden und hat damit genau wie beim Selfie-Stick den richtigen Abstand zum Fotografieren. An der anderen Seite kann der künstliche Arm so ins Bild gehalten werden, dass der Betrachter den Eindruck hat, eine zweite Person sei beim Schießen des Fotos anwesend gewesen.

Derzeit gibt es erst einen Prototyp des Selfie-Arms, der den beiden Erfindern noch zu künstlich erscheint. Ob sich der Selfie-Arm bei einsamen Touristen und Selfie-Fans ebenso durchsetzen wird, wie der Selfie-Stick bleibt noch abzuwarten.

Neue Super-Batterie von Swatch

Der Uhrenhersteller Swatch hat offenbar eine neue Batterie entwickelt, mit der das Unternehmen dem Elektroauto zum Durchbruch verhelfen möchte. Doch ob und wie Swatch die neue Super-Batterie der Autoindustrie tatsächlich zur Verfügung stellen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Swatch ist als Uhrenhersteller weltbekannt. Doch nun hat das Unternehmen eine Super-Batterie entwickelt, die bei den zukünftigen Elektroautos geradezu eine Revolution hervorrufen und diesen endgültig zum Durchbruch verhelfen könnte. Im Laufe der Entwicklungszeit für die neue Batterie meldete Swatch bereits 15 Patente an. Laut Auskunft des Firmen-Chefs sollen nun im Sommer die ersten Prototypen bei der Tochterfirma Renata gefertigt werden.

Die neuartige Swatch Batterie soll doppelt so viel Energie speichern können als alle bisherigen Stromspeicher. Elektroautos könnten damit doppelt so weit fahren wie mit den bisherigen Batterien und das könnte ihnen tatsächlich zum großen Durchbruch verhelfen. Dazu wurde zusammen mit der ETH Zürich eine völlig neuartige Legierung für die Kathode entwickelt, die diese hohe Speicherkapazität erst möglich macht.

Swatch würde mit seiner neuen Erfindung Elektrofahrzeugen gerne zum endgültigen Durchbruch verhelfen und auch das Interesse der Autoindustrie ist laut Firmen-Chef bereits jetzt riesig. Doch Swatch befürchtet, die Automobilindustrie wolle wissen, wie eine solche Super-Batterie hergestellt wird, um die Swatch-Batterie damit letztendlich nur zu kopieren. Es bleibt also abzuwarten ob und wie der Uhrenhersteller seine Erfindung der Automobilindustrie zur Verfügung stellen wird. Für die industrielle Produktion hätte Swatch zumindest keine Hilfe nötig, denn die Tochtergesellschaft Renata produziert bereits jetzt pro Tag rund eine Million Batterien für die Uhrenindustrie, für Hörgeräte und Fernbedienungen.

Gleich zwei Patente für Google Glass

Innerhalb nur weniger Tage sind gleich zwei neue Google Patente aufgetaucht, die sich beide mit einem völlig neuen Design von Google Glass befassen. Daraus lässt sich zwar vermuten, dass Google Glass in Zukunft ein völlig neues Design erhält, doch wie das genau aussehen wird, kann derzeit noch niemand genau vorhersagen.

Nicht nur die Software, sondern auch das Design wird bei der neuen Google Glass Version wohl völlig überarbeitet und neu gestaltet sein. Innerhalb von wenigen Tagen sind nun gleich zwei Google Patente aufgetaucht, die sich mit einem neuen Design befassen, doch dabei völlig unterschiedliche Versionen zeigen. Das erste Patent bezieht sich hauptsächlich auf das Eye Tracking.

Beim zweiten Paten fehlt das Eye Tracking hingegen völlig. Stattdessen ist das Glass-Modul dort auf beiden Brillenseiten positioniert. Das Prisma zur Informationsanzeige befindet sich dabei auf der linken Brillenseite reicht fast über das komplette linke Glas. Damit erscheint es eher wie ein Bildschirm als wie ein Projektor. Das lässt darauf schließen, dass Google in Zukunft eher auf ein Display vor dem Auge als auf die Einblendung von Informationen auf dem Auge denkt.

Wie das Design des neuen Google Glass nun wirklich aussehen wird, kann derzeit niemand sagen, doch Insider behaupten, zu Beginn des Jahres sei ein Google Glass Modell getestet worden, das genau dem zweiten Google Patent entspricht. Alle, die ungeduldig auf die neue Version von Google Glass warten, müssen wohl trotzdem abwarten, bis es tatsächlich erscheint, denn möglicherweise tauchen ja noch mehr Patente auf.

Neue Polymere zur Herstellung von künstlichen Blutgefäßen

Forscher von der TU Wien und von der Medizinischen Universität Wien haben in einem Gemeinschaftsprojekt neue Polymere zur Herstellung von künstlichen Blutgefäßen entwickelt. Zwar können die künstlichen Blutgefäße noch nicht bei Menschen eingesetzt werden, doch wurde die Entwicklung bereits jetzt mit einer PRIZE Prototypenförderung ausgezeichnet.

Arteriosklerotische Gefäßerkrankungen gehören in den Industrieländern zu den häufigsten Todesursachen. Meist kann das Leben der Erkrankten nur durch eine Bypass-Operation gerettet werden. Dazu werden dem Patienten bislang gesunde Blutgefäße entnommen und statt der geschädigten Gefäße implantiert. Nun haben Forscher der TU Wien und der Medizinischen Universität Wien in einem gemeinsamen Projekt neue Polymere entwickelt, die in Zukunft das Leben vieler Patienten retten könnten.

Die Gefäßprothesen aus dem neuen Material werden in einem elektrischen Feld zu feinen Fäden gesponnen, die anschließend auf einer Spule aufgewickelt. Versuche an Ratten haben gezeigt, dass das neue Material den natürlichen Blutgefäßen sehr ähnlich ist. Die künstlichen Gefäßwände sind porös, sodass nach der Implantation zunächst ein wenig Blut durchsickern kann. So reichern sich in der künstlichen Gefäßwand Wachstumsfaktoren an, die das Einwandern von Körperzellen begünstigen. Im Laufe der Zeit wächst das körpereigene Gewebe auf diese Art nach, sodass die künstlichen Blutgefäße nach und nach in körpereigene Gefäße umgewandelt werden. Versuche an Ratten waren bisher sehr erfolgreich, sodass die Forscher die Hoffnung haben schon bald die künstlichen Blutgefäße auch beim Menschen einsetzen zu können und damit vielen Patienten mit arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen das Leben zu retten.