Archiv der Kategorie: Auto

Behindertengerecht – Drehsitz für Autofahrer

Die Firma Paravan aus Baden Württemberg hat sich auf den behindertengerechten Umbau von Kraftfahrzeugen spezialisiert. Der Inhaber Roland Arnold bringt immer wieder neue Ideen und Erfindungen in die Arbeit des Unternehmens ein. Nun hat er einen völlig neuen Drehsitz für Autofahrer erfunden, der das Ein- und Aussteigen erheblich vereinfacht.

Für ältere oder behinderte Menschen bedeutet es viel, selber Autofahren zu können, denn das erweitert ihre Mobilität ganz erheblich. Doch das Ein- und Aussteigen ist meist beschwerlich und kaum alleine zu bewältigen. Drehsitze für Behinderte gab es bisher nur als Beifahrersitze, denn bei den Fahrersitzen war bislang das Lenkrad im Weg. Roland Arnold von der Firma Paravan hat nun einen drehbaren Fahrersitz erfunden, der das ändern soll.

Bei dem neuen Sitz dreht sich nur die Sitzfläche. Die Rückenlehne verbleibt also an ihrem Platz. Die drehbare Sitzfläche fährt zudem auf einem Schienensystem nach dem Drehen nach vorn und hebt sich zum besseren Hinsetzen oder Aufstehen nach oben. So ist das Lenkrad nicht mehr länger im Weg und behinderte oder ältere Menschen können ungehindert und ohne fremde Hilfe ein- und aussteigen. Der Sitz lässt sich über eine Fernbedienung drehen und in die richtige Position bringen. Sicherheitstechnisch entspricht er jedem herkömmlichen Fahrersitz. Der Drehsitz kann in fast jedes Auto problemlos eingebaut werden und behinderten Menschen zu mehr Mobilität und Selbstständigkeit verhelfen. Gebaut wird der Sitz exklusiv von der Firma des Erfinders.

Daimler Lehrling präsentiert Erfindung bei „Jugend forscht“

Oliver Wodtke hat zugegeben, dass er ein Tüftlertyp sei. Als interessierter Bastler hinterfrage er viele Dinge, ergänzt Ausbilder Sebastian Langer.

Die Jugend-forscht-Jury berät sich (Foto: © Stiftung Jugend forscht e. V.)

Die Jugend-forscht-Jury berät sich (Foto: © Stiftung Jugend forscht e. V.)

Die beiden haben sich ausnahmsweise nicht in Düsseldorf bei der Daimler AG getroffen, dort absolviert der 18-jährige Oliver eine Ausbildung zum Elektroniker Automatisierungstechnik. Ausbilder und Lehrling sahen sich jetzt auch beim Bayer-Konzern in Leverkusen.

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Bio-Kraftstoff aus Kokosöl – wird das der Kraftstoff der Zukunft?

Öl und Benzin sind teuer, denn die natürlichen Ressourcen sind begrenzt. Forscher aus aller Welt arbeiten daher mit Hochdruck daran, entsprechende Alternativen zu finden. Nun haben indische Forscher erfolgreich einen Bio-Kraftstoff aus Kokosöl entwickelt und dafür auch bereits das Patent angemeldet. Ist das womöglich der Kraftstoff von morgen?

An der Herstellung von Bio-Kraftstoffen arbeiten weltweit zahlreiche Wissenschaftler. Bio-Kraftstoff kann aus verschiedenen biologischen Rohstoffen gewonnen werden, ist umweltfreundlich und hat den großen Vorteil, dass die Rohstoffe immer wieder nachwachsen. Bisher ist die Herstellung von Biokraftstoffen jedoch noch zu aufwendig und viel zu teuer, sodass er zumindest im Moment noch keine vollwertige Alternative zu Diesel und Benzin ist. Nun ist es indischen Forschern gelungen, Biokraftstoff aus Kokosöl herzustellen. Aus 10.000 Kokosnüssen lassen sich 760 Liter Kraftstoff gewinnen. In einem Praxistest wurde ermittelt, dass ein Pick-up-Diesel mit einem Liter Kokos-Kraftstoff rund 22,5 Kilometer fahren kann. Das ist umgerechnet ein Kraftstoffverbrauch von 4,5 Liter pro 100 Kilometer.

Bei der Kraftstoffgewinnung aus rund 10.000 Kokosnüssen blieben 2.500 Kilogramm Kokosnussschalen, 1.250 Liter Kokosnusswasser sowie 70 Liter Glycerin und 1.200 Kilogramm Kuchen übrig. Die völlig natürlichen Abfallprodukte können teilweise sogar weiterverwendet werden. So können beispielsweise die Kuchen nach der Kraftstoffgewinnung noch als Viehfutter genutzt werden.

Das Ergebnis des Praxistests wurde nun in der Fachzeitschrift Fuel veröffentlich und auch das Patent haben die indischen Forscher bereits angemeldet. Es bleibt abzuwarten, ob die Gewinnung von Biokraftstoff aus Kokosnüssen tatsächlich so wirtschaftlich ist, wie die ersten Versuchsergebnisse hoffen lassen.

Selbstfahrauto: Innen Bosch und außen Google

Der IT-Riese Google setzt auf deutsche Zulieferer, das Auto aus Silicon Valley soll schon 2020 Marktreife erlangen.

Googles Driverless Car (Foto: Google)

Googles Driverless Car (Foto: Google)

Die selbstfahrenden Google Autos sind rund, klein und vorne mit einem Smiley ausgestattet. Der Onlinesuchdienst will die Karossen demnächst durch Kalifornien kutschen lassen. Beim US-Autospezialisten Roush werden 150 Fahrzeuge in dessen Fabrik in Liviona gefertigt, anschließend nach Mountainview gebracht. Liviona ist eine kleine Stadt in der Nähe von Detroit (US-Bundesstaat Michigan).

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Messerschmitt Comeback als Pedelec

Als Elektrofahrzeug mit fünf PS hat die legendäre Messerschmitt jetzt ein Comeback gestartet. Denn ein findiger Tüftler hat die Messerschmitt zum Pedelec mutieren lassen, was bereits zum Clinch mit dem Kabinenroller-Clan geführt hat.

Messerschmidt Kabinenroller (Foto: Thomas Blenkers  / pixelio.de)

Messerschmidt Kabinenroller (Foto: Thomas Blenkers / pixelio.de

Erfinder Fred Zimmermann hat wie beim Pedelec im vorderen Teil zwei Pedale, ein Automatikgetriebe, eine Kardanwelle und einen Radnabenmotor integriert.

Die E-Maschine unterstützt je nach Führerscheinklasse und Softwaresetup den Fahrer beim Strampeln bis zu 25 km/h, kann den rund 60 kg schweren Retro-Flitzer aber auch selbstständig in Fahrt bringen, bringt dann sogar bis zu 45 km/h aufs Tacho. Eine tolle Erfindung, über die jetzt die „Welt“ berichtete.

 

 

Umfüllhilfe für Reservekanister

Beim Befüllen eines Reservekanisters kommt es immer wieder zum unfreiwilligen Verschütten des Benzins. Mit der Umfüllhilfe für Reservekanister könnte dies nun bald vorbei sein.

Viele Autofahrer nutzen regelmäßig einen Reservekanister. Als Vorrat für eine längere Autofahrt oder im Grenzgebiet zum günstigeren Einkauf von Benzin jenseits der Grenze haben daher viele auch größere Kanister im Kofferraum. Das Befüllen stellt sich jedoch oftmals als recht schwierig heraus. Der Kanister muss festgehalten werden und mit der anderen Hand das Benzin eingefüllt werden. Das Verschütten von Benzin, schmutzige Hände und verschmutzte Kleidung sind daher für viele ein immer wiederkehrendes Ärgernis. Mit der Umfüllhilfe für Reservekanister ist das Befüllen des Kanisters ein Kinderspiel. Der Kanister muss zum Befüllen nicht mehr aus dem Kofferraum herausgenommen und anschließend unter Anstrengung wieder hineingestellt werden und auch Hände und Kleidung bleiben garantiert sauber.

Die Umfüllhilfe besteht aus einem Ansaugstutzen an einem Schlauch mit Verschluss. An den Verschluss kann eine Luftpumpe oder ein kleiner Kompressor angeschlossen werden. Dieser Verschluss lässt sich auf den Reservekanister aufschrauben. Das Benzin wird nun nicht mehr direkt in den Reservekanister gefüllt, sondern ganz normal in den Tank des Autos. Mithilfe des Kompressors wird das Benzin dann über den Ansaugschlauch direkt in den Reservekanister gepumpt. Der Kanister kann also zum Befüllen im Kofferraum verbleiben. Der Erfinder der Umfüllhilfe für Reservekanister ist sich sicher, dass seine Erfindung auf großes Interesse stoßen wird, und hat seine Idee bereits patentieren lassen. Nun sucht er Lizenznehmer oder Patentkäufer.

Sensor Erfindung für Autogas erhält Innovationspreis

Nach langjähriger Unterbrechung wurde in der Stadt Uslar jetzt wieder der Innovationspreis verliehen, dieser ging an die Firma Intec Auto Gas GmbH.

Team der INTEC-Autogas GmbH (Foto: INTEC)

Team der INTEC-Autogas GmbH (Foto: INTEC)

Die Firma Intec Auto Gas GmbH, die 1974 von Horst Müller in Uslar gegründet worden ist, hat sich im ehemaligen Autohaus Menger mit einem neuen Zweig niedergelassen. Dort rüstet das Unternehmen, in dem Sohn Markus Müller als Geschäftsführer fungiert, Fahrzeuge für den Autogasbetrieb um.

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Leuchtende Autotür

Im Dämmerlicht und bei Dunkelheit sind sich plötzlich öffnende Autotüren für vorbeifahrende Autos, Radfahrer und Fußgänger eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Die Autozulieferfirma Kiekert hat nun ein leuchtendes PKW-Türschloss entwickelt, mit dem Unfälle durch offene Autotüren vermieden werden können.

Offene Autotüren stellen bei Dunkelheit und auch schon im Dämmerlicht eine ernstzunehmende Gefahr für vorbeifahrende Autos, Radfahrer und manchmal auch für Fußgänger dar. Zwar gibt es bereits im Baumarkt und im Autozubehörhandel Reflektoren, die seitlich an der Autotür angebracht werden können, diese funktionieren jedoch nur, wenn der Radfahrer oder das vorbeifahrende Auto mit Licht unterwegs ist. Die Autozulieferfirma Kiekert aus Heiligenhaus in der Nähe von Düsseldorf hat nun ein leuchtendes PKW-Türschloss entwickelt, welches einfach, aber wirkungsvoll Unfälle verhindern kann.

Die Firma Kiekert gehört, obwohl in der Öffentlichkeit wenig bekannt, zu den weltweit führenden Unternehmen in der Autotürschloss-Herstellung. Fast jedes dritte Auto in Deutschland ist mit einem Türschloss von Kiekert ausgestattet. Am neuen Türschloss befindet sich ein LED-Licht, das in verschiedenen Farben nach hinten strahlen oder auch blinken kann. So können Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger bereits frühzeitig gewarnt werden. Dass das neue Schloss funktioniert, hat ein Test vom ADAC bereits gezeigt. Die Firma Kiekert zeigt sich deshalb optimistisch, dass das leuchtende Türschloss schon bald zur Serienausstattung vieler Auto gehören könnte. Die Technik für das LED-Türschloss ist bereits serienreif und das Unternehmen steht schon mit einigen Autoherstellern in Verhandlung über den Einbau in verschiedene PKW-Modelle.

Lagerbühne als Garagenoptimierer

Die Garage wird meist nicht nur zur Unterbringung des Autos genutzt, sondern dient als Lagerfläche für vielerlei Dinge. Die Lagerbühne von Norbert Deiminger schafft dort Platz, wo sonst ungenutzte Fläche brach liegt und sorgt so für mehr Stauraum in der Garage.

Autoreifen, Fahrräder, Werkzeug, Gartengeräte, Holz und zahlreiche andere Dinge werden gern und häufig in der Garage gelagert. Die Aufbewahrung im Keller wäre viel zu umständlich und kompliziert. Nur leider sammelt sich manchmal so viel an, dass das Auto wegen Überfüllung der Garage draußen bleiben muss und keinen Platz mehr in der Garage findet. Auch Norbert Deiminger kannte das Problem und kam so auf die Idee einer Lagerbühne als Garagenoptimierer.

Der Metallbauer aus Roding konstruierte eine elektrische Hebe- und Lagerbühne, die an der Rückwand der Garage angebracht werden kann. Die Lagerbühne kann mit bis zu 500 kg beladen werden kann. Damit nichts herunterfallen kann, wird die Vorderseite der Lagerbühne nach dem Beladen durch ein Metallgitter abgesichert werden. Die Lagerbühne lässt sich auf jede gewünschte Höhe einstellen. So kann sie nach dem Beladen soweit hochgezogen werden, dass die Motorhaube des Auto bequem darunter Platz hat und der Raum über der Motorhaube noch optimal genutzt werden kann. Neben der Beladefunktion kann die Lagerbühne auch als Werkbank genutzt werden. Dazu wird sie einfach auf Tischhöhe justiert. Der Erfinder hat seine „Deiminger Lagerbühne“ inzwischen patentieren lassen. Interessierte können sie exklusiv in seinem Metallbaubetrieb in Auftrag geben.

Ein-Personen-Schlafauto mit Glaskuppel

Der englische Künstler und Erfinder Dominic Wilcox ist für seine außergewöhnlichen, schrägen und futuristischen Ideen bekannt. Für die Londoner Ausstellung „Dezeen an Mini Frontiers“, die vom 25. Oktober bis zum 15. November in München zu sehen sein wird, hat er ein fahrerloses Auto der ganz besonderen Art gebaut.

Dominic Wilcox ist längst weit über die Grenzen Englands als Künstler, Futurist und Erfinder absolut schräger und futuristischer Ideen bekannt. Viele seiner Ideen bestehen nur als Skizze auf dem Papier, manche setzt der Erfinder jedoch in die Tat um und verblüfft ein begeistertes Publikum damit. Für die Londoner Ausstellung „Dezeen an Mini Frontiers“ hat er einer seiner Ideen umgesetzt und ein fahrerloses Auto der Zukunft gebaut. Dieses ist für eine Person konzipiert und soll nicht nur als Fortbewegungsmittel dienen, sondern ein vollwertiger Lebensraum sein. Wilcox ist überzeugt, dass in Zukunft „Lebensräume auf vier Rädern“ benötigt werden. So ist sein Auto als Schlafauto gestaltet, in dem der Insasse schlafen kann, während das Auto ihn zu seinem Ziel transportiert. Das Ausstellungsstück ist mit seinem einzigartigen Design auch optisch mehr als interessant, dient als Dach des kugeligen Autos doch eine Kathedralen-Kuppel aus Buntglas.

Der Künstler ist von seiner Zukunftsvision überzeugt und hat bereits für das Jahr 2059 eine Website (taxirobot.co.uk) designt, auf der dann seine Schlaf- und Lebensraum-Autos ganz nach Wunsch in sechs verschiedenen Designs zusammengestellt und bestellt werden könnten. Vom 25. Oktober bis 15. November ist der Prototyp des Ein-Personen-Schlafautos mit Glaskuppel jedoch erst einmal in München zu bewundern.