Alternative Kautschukgewinnung aus der dreikantigen Wolfsmilch

Bereits seit 66 Jahren ist die alljährlich in Nürnberg stattfindende Erfindermesse iEna eine wirkungsvolle Plattform, um neue Erfindungen und innovative Idee der Öffentlichkeit vorzustellen. In diesem Jahr präsentierten 700 Erfinder aus 30 Ländern auf dem Event vom 30. Oktober bis 2. November ihre Ideen. Mit dabei waren auch Laura Sistek, Michelle Sommer, Linda Shen und Eva Vennemann. Sie zeigten dem internationalen Publikum auf der Messe einen neuen Weg zur Kautschukgewinnung.

Die vier Schülerinnen vom Gymnasium Spaichingen arbeiten bereits seit drei Jahren daran, eine alternative Methode zur Kautschukgewinnung zu finden. Traditionell wird Kautschuk aus Erdöl und Kautschukbäumen gewonnen. Beide Quellen stehen jedoch nicht unbegrenzt zur Verfügung. Zudem kommt es immer wieder zu Umweltkatastrophen bei der Erdölgewinnung und dem Öltransport und um an die begehrten Kautschukbäume zu gelangen, wird Tag für Tag Regenwald gerodet. Diese Problematik inspirierte die vier Abiturientinnen dazu, nach alternativen Methoden zu suchen. Dabei stießen sie auf den dreikantigen Wolfsmilch und entwickelten ein Verfahren, um aus der Pflanze Kautschuk zu isolieren.

Mit ihren Forschungen haben die vier Schülerinnen bereits das Frauenhofer Institut aufmerksam gemacht, welches die jungen Forscherinnen inzwischen tatkräftig unterstützt. Nun konnten sie ihre alternative Methode auf der iEna einem breiten Publikum vorstellen. Das ist eine Chance für das neue Verfahren zur Kautschukgewinnung und auch für die vier Nachwuchsforscherinnen. Inspiriert durch die erfolgreichen Forschungsergebnisse, überlegt zumindest die ein oder andere von ihnen nach dem Abitur die naturwissenschaftliche Richtung einzuschlagen und vielleicht war das ja nicht die letzte Erfindung von einer der Damen.

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