IT-Ikone kämpft um Zukunft der Erfindungen

Im Silicon Valley zählt Peter Thiel zu den interessantesten Menschen, er wurde mit Facebook zum Milliardär und rief PayPal mit ins Leben. Mittlerweile kämpft der gebürtige Deutsche um die Zukunft der Erfindungen, damit die Wirtschaft nicht kaputtgeht.

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Peter Thiel vermisst die ganz großen Würfe bei Erfindungen (Foto: Campus Verlag)

Peter Thiel vermisst die ganz großen Würfe bei Erfindungen (Foto: Campus Verlag)

Peter Thiel hatte sich nach dem World Economist Forum in Davos 2009 vorgenommen, sich nicht immer das Gerede der globalen Elite anzuhören, sondern für die nächsten zehn Jahre abzutauchen. Der Milliardär war frustriert von der Antwort der Elite auf die Finanzkrise. Jetzt ist er wie Phönix aus der Asche zurückgekehrt und hat für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis eine Nominierung erhalten. Thiel vermisst die ganz großen Würfe bei Erfindungen.

Seit Mitte September steht sein Buch „Zero to One – wie Innovation unserer Gesellschaft rettet“ in den Regalen der Deutschen Buchhändler. In Kooperation mit dem Studenten Blake Masters kam das Buch zu Stande, Masters schrieb Thiels Erklärungen über Startups an der Universität Stanford während einer Vorlesung mit. So entstand quasi ein Zufallsprodukt mit 190 Seiten, die eine tolle Gelegenheit bieten, an der Ideenwelt Thiels teilzuhaben, noch besser geht es nur direkt im Hörsaal, wenn Thiel mal wieder das Bildungssystem scharf kritisiert.

Im Silicon Valley zählt Thiel zu den erfindungreichsten Unternehmern, auch wenn er herkömmlicherweise die Innovationen nicht selbst an den Tag legt. Der Amerikaner (geboren in Frankfurt) hatte und hat aber einige Gewinn bringende Ideen. So hat Thiel PayPal mit gegründet und zählte zu den ersten Investoren von Facebook. Engagiert ist Thiel zudem unter anderem auch bei Linkedin, SpaceX und Palantier. Mit seiner liberalen Weltanschauung hält er nicht viel von der Macht des Staates, Thiel hasst sogar behördliche Aufsicht und staatliche Verwaltungsapparate.

Dabei offeriert Thiel in seinem Erfinder- und Innovations-Leitfaden keine primitive Erfolgsformel, sondern will zur Dreistigkeit und zum Querdenken anregen. Trotzdem ist der Wälzer eine eigentümliche Mischung zwischen volkswirtschaftlicher Gesamtbetrachtung und Ratgeber für Startups, beim Kenntlichmachen der wichtigen Stellen werden viele Leser jede Menge Textmarker brauchen. Auch die große Geistigkeit des Autors, der ein Philosophiestudium absolviert hat, hilft dabei. Thiel integriert schließlich auch Hegel, Marx und Nietzsche gekonnt.

Wer Thiels Gedanken richtig interpretieren möchte, der muss seiner Sicht auf die Vergangenheit in Kenntnis sein, leider kommt dies in dem Schmöker etwas zu kurz. Thiel ist schließlich der Meinung, dass der Ölpreisschock aus dem Jahr 1973 für den Untergang der US-amerikanischen Wettbewerbsfähigkeit verantwortlich ist. Der Optimismus feierte zwar ein Comeback in den 1980ern, während das Internet ein Jahrzehnt später dafür sorgte, dass über Nacht jede Menge Vermögen entstand.

Das Jahrzehnt der Enttäuschungen fand dann mit dem Jahrhundertende statt, die Wirtschaftselite konnte durch das Platzen der Spekulationsblasen vor den wirklichen Problemen flüchten, nämlich vor den Folgen kurzfristiger Lösungen, die von der fehlenden Inspiration der Ökonomie ablenken sollte. Und zwar Wachstum, mit der Konsequenz von Umweltzerstörung, Ressourcenknappheit und wachsenden Schuldenbergen. Unter solchen Bedingungen sei der Kapitalismus nicht mehr zukunftsfähig, meint Thiel. Die Basis war nicht mehr gegeben. Thiel: „Das Resultat wäre nicht Reichtum, sondern das Ende, falls sich die alten Wertschöpfungsmethoden in der ganzen Welt Bahn brechen.“

So entwickelten die Amerikaner einst den Schaltkreis, Wolkenkratzer, Flugzeuge und Fließbänder. „An ihre Innovationskraft glauben die Amerikaner aber schon längst nicht mehr“, meint Thiel. Für einen Unternehmer aus dem Silicon Valley trägt das zur Irritation bei, schließlich hängt er die Erfindungen seiner Internetwelt nicht an die große Glocke. Mit Napster-Pionier Sean Parker schreibt Thiel in seinem „Manifest über die Zukunft“, dass man viele Autos gewollt und 140 Zeichen bekommen habe. Thiel gibt allerdings auch keine Antwort darauf, wie die neue Technologie aussehen könnte, für den Leser seines Werkes ist dies ergo unbefriedigend.

Konkreter wird dies allerdings bei dem von ihm präferierten Wirtschaftsmodell, so ist Thiel der Meinung, dass derjenige die Gewinne für Technologie bekommen soll, der mit einer lukrativen Idee zum Monopolisten geworden ist. Damit steht Thiel im Gegensatz zur gängigen Volkswirtschaftslehre und ergänzt, dass Monopole besser seien als der Wettbewerb. Dieser sei schließlich von brutaler Konkurrenz geprägt, welche Arbeitsplätze, den Reichtum und Profit kaputt mache.

Eine tägliche Herausforderung sei die Erhaltung hart erarbeiteter Monopole wie Google, die äußerst lukrativ sind. Auch IT-Ikonen wie Yahoo, Motorola oder Microsoft mussten bitter erfahren, dass die neue Konkurrenz immer auf der Überholspur unterwegs ist.

Dabei möchte Thiel kein Vorbild sein, Idole haben für ihn keinen Wert. Schließlich bringe es nichts, andere Menschen zu kopieren. „Bestimmt programmiert der nächste Bill Gates kein Betriebssystem“, so Thiel. Wie allerdings Startups zu Monopolisten avancieren könnten, schreibt Thiel in seinem Buch auf und gibt gleichzeitig zu bedenken, dass dies ein harter Weg sei. Thiel: „Mindestens zehnmal besser als das nächste Konkurrenzprodukt muss eine innovative Technologie sein, man sollte aber in einem kleinen Markt anfangen und Faktoren wie Markenbildung, Größenvorteile und Netzwerkeffekte im Auge haben.“

Thiel klingt fast wie ein Spießer, wenn er unterstreicht, dass eine präzise Planung unabdingbar sei, dies werde in unserer kurzfristig und richtungslosen denkenden Welt oft unterschätzt. „Ein schlechter Plan ist besser als gar keiner“ – THiel steht für das Motto „Prozess ist wichtiger als Substanz“.

Den Erfindergeist der Nachkriegsgeneration moniert Thiel, von klein auf habe er zu hören bekommen, dass die eigene Planung unter- und der Zufall überschätzt werde. Steve Jobs, der Mehrjahrespläne für Apple aufstellen ließ, um diese knallhart zu verfolgen, bilde hier die glorreiche Ausnahme.

Im wahrsten Sinne des Wortes sei der Anfang für ein Startup existenziell, mit der Suche nach einem geeigneten Investor müsse begonnen werden. Auch bezüglich der Mitarbeiterführung sowie Problemen zwischen Aufsichtsrat und Gründer lässt Thiel eine wertvolle Sicht zu. Das Thema Vertrieb, das oft unterschätzt werde, bekommt bei dem IT-Experten ein eigenes Kapitel. Brillante Ideen scheiterten demnach oft genug mangels gutem Marketing und brillanten Verkäufern.

Apple brauche sich dahingehend beispielsweise keinen Vorwurf zu machen, schließlich werde schon Wochen und Monate im Vorfeld einer neuen Produktpräsentation in den Medien ein regelrechter Hype entfacht. Für Thiel zählt das iPhone hingegen nicht zu den wichtigen innovativen Technologien, „es ist schon lange nichts wirklich bedeutendes mehr ins Leben gerufen worden. Den Glauben an Geheimnisse haben die Menschen längst aufgegeben, also an Dinge, die es noch zu erfinden und zu entdecken gibt.“

Laut Thiel gebe es dafür viele Gründe. Zum einen, seien die gesellschaftlichen Eliten selbstge- und schwerfällig worden, des weiteren werde die Welt aufgrund ihrer Verflechtung im Rahmen der Globalisierung als wettbewerbsorientierter und homogener Markt angesehen, in dem es augenscheinlich nichts mehr zu erfinden gebe. Ferner habe sich eine risikoscheue Elite etabliert, die Vorstellung, mit einem Irrtum alleine zu sein, sei nicht zu ertragen. Zuletzt würde die Philosophie der kleinen Schritte große Durchbrüche verhindern, diese entstehe in unserem Bildungssystem, das lediglich auf kurzfristiges Wissen und Prüfungen ausgerichtet sei.

Dennoch gibt Thiel die Hoffnung nicht auf, da er weiß, dass die Technologie ein Wunder sei, die es uns erlaube, mit wenig viel zu schaffen. „Nur sehr bedingt ist das Internet für mich ein Wunder der Technik“, verrät Thiel. „Es hat mich zwar zum Milliardär gemacht, trotzdem ist das Internet für die Menschen kein großer Gewinn.“ In George Packers großem Bestseller „Die Abwicklung“ wird Thiel so vom Autor zitiert.

Twitter beispielsweise habe 500 gute Arbeitsplätze kreiert, in den Augen von Thiel allerdings nicht nachhaltig, diese hielten vielleicht nur ein Jahrzehnt. Thiel findet, dass die reale Welt vernichtet wird und sieht das Internet nicht als Heimat für Unternehmensmodelle inklusive Arbeitsgarantie, sondern vielmehr als Fluchtmöglichkeit an.

Diese Sorgen teilt er mit Zukunftsforschern wie Jeremy Rifkin oder Publizisten wie eben Packer, die in den Industrieländern Millionen von Arbeitsplätzen durch das Internet und Roboter bedroht wähnen. Deshalb brauche es umso mehr neue Ideen, je stärker die Produktionskosten gegen null tendieren bzw. je härter der Wettbewerb wird.

Das Handelsblatt aus Düsseldorf ist hier der Meinung, dass auch Milliardäre wie Thiel nicht nur Vorlesungen halten sollten, sondern auch den Boden für Startups bereiten müssten, die mit wirklich wichtigen, innovativen Technologien aufwarten.

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