Umweltfreundliches Gewächshaus zum biologischen Anbau von Bananen

Südfrüchte sind nicht nur gesund, sondern schmecken auch noch lecker. Kein Wunder, dass sie in jedem Supermarkt zu finden sind. Dazu müssen sie in großen Mengen aus den jeweiligen Anbaugebieten importiert werden. Eine neue Technik ermöglicht nun auch den Anbau in kalten Regionen und das auf umweltschonende und biologische Art.

Orangen, Ananas, Mangos, Kiwis, Papayas und vor allem Bananen werden in großen Mengen von ihren ursprünglichen Anbaugebieten aus in alle Welt importiert. Zum Transport der begehrten Südfrüchte werden Flugzeuge und Schiffe eingesetzt. Die belasten aber die Umwelt mit ihrem Kohlendioxid-Ausstoß die Umwelt. Zudem werden vor allem Bananen noch in unreifem Zustand geerntet, damit sie erst pünktlich beim Eintreffen an ihrem Bestimmungsort reif und verzehrbereit sind. Damit sie die lange Reise auch unbeschadet überstehen, werden sie mit Fungiziden behandelt.

Eine neue Technologie könnte in Zukunft umweltschädliche Transportwege und Behandlungen mit Fungiziden überflüssig machen und den biologischen Anbau von Südfrüchten auch in Regionen möglich machen, in den die klimatischen Bedingungen eigentlich nicht den Bedürfnissen von Südfrüchten entspricht. Ein entsprechendes Testgewächshaus gibt es inzwischen in Kleintettau am Rennsteig, einem der kältesten Orte Deutschlands. Die Betreiber des Tropenhauses nutzen zur Heizung des Gewächshauses die Prozesswärme eines benachbarten Industriebetriebes. Der notwendige Dünger für die dort angepflanzten Bananen kommt von der betriebseigenen Fischzucht und die Bestäubung der Blüten wird von speziell ausgesuchten heimischen Insekten übernommen. Damit könnte das neue System eine umweltfreundliche Variante zum Import von Bananen und anderen Südfrüchten werden, die zudem völlig biologisch angebaut werden. Anders als in den Herkunftsländern werden die Gewächshausbananen in vollreifem Zustand geerntet und sollen auch noch besser schmecken als die Importbananen.

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