Druckmessstrumpf für Diabetiker

Diabetiker leiden oft an Druckwunden und Geschwüren an den Beinen und Füßen. Das Fraunhofer-Institut hat nun einen neuen Druckmessstrumpf entwickelt, der die Patienten in Zukunft vor derartigen Beschwerden schützen könnte.

Nerven- und Durchblutungsstörungen an Füßen und Beinen sind eine häufige Folgeerscheinung der Diabetes. Dadurch wird das Schmerzempfinden der Patienten herabgesetzt, sodass sie eine falsche oder zu starke Belastung an den Füßen zu spät bemerken. Infolgedessen entstehen Druckgeschwüre und unangenehme Wunden, die aufgrund des Diabetes nur schlecht verheilen. Um zu starke Druckbelastungen zu verhindern, gibt es bislang nur Messsysteme in Form von Einlegesohlen, die lediglich die Druckbelastung an den Fußsohlen messen können. Das Fraunhofer Institut hat jetzt einen Druckmessstrumpf entwickelt, der mit Sensoren ausgestattet ist, die aus einer weichen und dehnbaren Elastomerfolie aus Silikon bestehen. Die neuartigen Sensoren können daher gut in textilen Geweben verarbeitet werden. Mit den Druckmessstrümpfen kann die Druckbelastung dreidimensional gemessen werden, sodass sie sich weitaus besser zur Prävention von Druckgeschwüren und Wunden eignen als die bisher genutzten Einlegesohlen.

Die gemessenen Daten können per Funkt an das Smartphone oder auf das Tablet gesendet werden, sodass sie jederzeit einfach und bequem abrufbar sind. Die neuen Druckmessstrümpfe wurden bereits als Prototyp hergestellt und werden aktuell auf der Messe Sensor & Test vorgestellt. Eine zukünftige Serienproduktion wäre für Diabetiker ein wirklicher Fortschritt und eine große Hilfe. Zudem wären die Strümpfe mit geschätzten Herstellungskosten von rund 250 Euro durchaus erschwingbar, sodass Experten sicher sind, dass die Neuentwicklung des Fraunhofer Instituts für Diabetiker in Zukunft tatsächlich erhältlich sein wird.

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