Daimler Lehrling präsentiert Erfindung bei „Jugend forscht“

Oliver Wodtke hat zugegeben, dass er ein Tüftlertyp sei. Als interessierter Bastler hinterfrage er viele Dinge, ergänzt Ausbilder Sebastian Langer.

Die Jugend-forscht-Jury berät sich (Foto: © Stiftung Jugend forscht e. V.)

Die Jugend-forscht-Jury berät sich (Foto: © Stiftung Jugend forscht e. V.)

Die beiden haben sich ausnahmsweise nicht in Düsseldorf bei der Daimler AG getroffen, dort absolviert der 18-jährige Oliver eine Ausbildung zum Elektroniker Automatisierungstechnik. Ausbilder und Lehrling sahen sich jetzt auch beim Bayer-Konzern in Leverkusen.

Schließlich nahm Wodtke am 50. NRW-Landeswettbewerb. „Jugend forscht“ teil, präsentierte dort sein Heckkamera-Justagewerkzeug. Der unscheinbare graue, kleine Kasten wird während der Fahrzeugproduktion schnell an das Wagenheck geschraubt und kann wieder abmontiert werden. Damit lässt sich das optische Warnsignal, also die Laserlinie zwischen 30 und 50 cm nach hinten verschieben.

„Das schafft für Autofahrer mehr Luft zu einem Hindernis, das sich hinter dem Wagen befindet“, erklärt Wodtke. Er hatte die Idee der Konzeption, weil für den US-Markt bei Daimler in der Montage nach einer solchen Lösung für Autos gesucht worden war. Wodtke: „Dort war nämlich ein neues Gesetz für Rückfahrkameras auf den Weg gebracht worden.“ Jetzt bekam Wodtke für sein Projekt einen Buchgutschein als Sonderpreis.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Leonard Rapp. Der 18-jährige aus Ratingen besucht das Theodor-Fliedner-Gymnasium in Düsseldorf. Gemeinsam mit dem Aachener Schüler Raphael Lehmann (19) konzipierte Rapp das iBis – intelligent Bike Information System“, das als Navigations- und Informationsplattform für Fahrradfahrer dienen soll. Die Pedaleure sollen sich diese Android-App auf ihr Smartphone laden, welches dann mit einer Halterung am Lenker fixiert werden kann.

Die Nutzer können die Open-Street-Map auch erweitern, beispielsweise Abkürzungen und Schleichwege implementieren. Außerdem präsentiert das Navi die Differenz zur gewünschten Ankunftszeit, so dass der User auf dem Drahtesel weiß, wie feste er noch in die Pedale treten muss, um zum Beispiel noch den Zug zu erreichen.

Den Erfindern war außerdem wichtig, dass der Server keine Userbewegungsprofile aufzeichnet. Rapp: „Datenschutz wird hier großgeschrieben“. Lehmann um Rapp wurden mit einem Forschungspraktikum der Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg belohnt.

Ein besonders strahlendes Event ist das Jubiläum am Ende geworden. Bayers Patenbeauftragte für den Wettbewerb, Monika Schütze, verriet, dass 50 Jahre NRW-Landeswettbewerb eine bunte Feierstunde gewesen sei.

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