Schnelle Hilfe bei Überschwemmungen – das Sandsackfüllgerät

Wenn Hochwasser die Ortschaften bedroht, sind die guten alten Sandsäcke immer noch ein schnelles und wirksames Mittel, um die Wasserfluten aufzuhalten. Feuerwehrmänner, Helfer vom THW, Bundeswehrsoldaten und jede Menge freiwillige Helfer aus der Zivilbevölkerung, die schon einmal bei Hochwassereinsätzen geholfen haben wissen, wie mühselig das Befüllen der Sandsäcke ist. Durch eigene Erfahrungen inspiriert hat Jens Kunze aus Sachsen ein neues Sandsackfüllgerät erfunden, das absolut simpel, dafür aber umso effektiver ist.

Jens Kunze aus St. Egidien in Sachsen hat schon zweimal die furchtbare Bedrohung seines Heimatortes durch Hochwasser aktiv miterlebt. In den Jahren 2002 und 2013 war er als aktiver Helfer dabei und kennt das mühsame Befüllen von Sandsäcken aus eigener Erfahrung. Zwar gibt es bereits eine Art Standtrichter, in den der Sand hineingeschaufelt und unten in einem Sack aufgefangen wird. Dazu sind aber zwei Helfer notwendig. Der eine schaufelt unermüdlich Sand in den Trichter, der andere hält den Sandsack unter den Trichter. Das erschien dem Erfinder des neuen Sandsackfüllgerätes zu aufwendig, zu anstrengend und zu langsam.

Das Sandsackfüllgerät von Jens Kunze ist ebenfalls ein trichterförmiges Gerät. Allerdings kann hier der leere Sandsack über die untere Trichteröffnung gestülpt und mit der oberen breiteren Seite der Sand in den Trichter geschaufelt werden. So kann eine Person ohne weitere Hilfsmittel und ohne zweiten Helfer einen Sack befüllen. Das einfache, aber wirkungsvolle Gerät wurde bereits mit großem Erfolg von Feuerwehr und Bundeswehr getestet. Dabei stellte es seine Effektivität eindrucksvoll unter Beweis, denn mit dem Sandsackfüllgerät ließen sich innerhalb von drei Minuten gut doppelt so viele Sandsäcke befüllen als auch herkömmliche Art.

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