Smell-O-Vision 2.0: Mit der Nase schaut man besser!

Unmittelbar im Stammhirn wirken Gerüche, trotzdem gibt es für Duft-Medien immer noch technische Hürden.

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Das TV-Sortiment von Samsung bald mit Duftfunktion? (Foto: Samsung)

Das TV-Sortiment von Samsung bald mit Duftfunktion? (Foto: Samsung)

In die Nasenlöcher bohrt sich der beißende Geruch von verdorbenem Fleisch, der ebenso vermodert und süßlich stinkt. Tatsächlich ist die obligatorische Tatortleiche gefunden, die Kommissare gehen an ihre Arbeit. Beim Zuschauer im Wohnzimmer verpufft der Leichenduft ganz langsam. Eine ekelhafte Vorstellung?

Düfte, die das TV-Gerät beim Schauen einer Kochshow in die heimischen vier Wände bringt, wären natürlich wesentlich appetitanregender. Gleiches gilt für Reisereportagen, wenn das eisblaue Meer von einem leicht fischigen Salzduft begleitet wird, oder würzige Noten die Couleur des Gewürzmarktes ergänzen.

Je nach Szenario also widerlich oder interessant, unterm Strich aber immer noch nicht marktfähig. Denn viele Forscher haben seit Beginn des neuen Jahrtausends zwar immer wieder am Duft-TV gearbeitet, sie sind an zusätzlichen Sinneseindrücken sehr stark interessiert.

In einigen Blogs ist zu lesen, dass sich Samsung schon entsprechende Technologien patentiert haben soll, offiziell gibt der südkoreanische Konzern dazu aber keine Stellungnahme ab. Das ist kaum verwunderlich, da Duft-Medien noch als unrealistische Spinnerei abgetan werden.

Dennoch wurde im letzten Sommer eine Smartphone-Erweiterung, das oPhone, mit großem Tamtam von Harvard-Professor David Edwards präsentiert. Damit soll man Lebensmittelbilder flankiert von passenden Düften versenden können. Dass oPhone kann dem Erfinder nach dank 32 Grundaromen über 300.000 Düfte erzeugen. Allerdings scheiterte eine Crowdfunding-Kampagne, die Nutzer und Produkt zusammenbringen sollte, trotz internationalen Aufsehens grandios.

Für den Geruchsforscher und Biologen der Ruhruniversität Bochum Hanns Hatt ist das nicht überraschend: „In diesem Bereich sind mir noch keine sinnvollen Erfindungen bekannt.“ In der Komplexität der Düfte sieht Hatt einen Grund, warum die meisten Erfinder mit funktionstüchtigen Geruchsmedien überfordert sind. So könne man Kaffeearomen kaum imitieren, bei Vanille sei das vergleichsweise leicht. „Die Grundaromen des oPhones dürften das kaum schaffen, da viele Düfte schließlich aus über 800 Komponenten bestehen. Man braucht also mindestens 120 Aromen, um adäquate Noten zu kreieren“, meint der Forscher.

„Hinzu kommt, dass viele Duftstoffe chemisch instabil sind und bei hohem Aufwand gelagert werden müssen. Um einen gewünschten Duft dann zu konservieren, muss eine fein dosierte Melange her. Die Produktion der Düfte ist die eine Sache, noch schwieriger ist es, diese wieder loszuwerden. Schließlich bleiben Duftmoleküle überall hängen, da kommen schnell eklige Mischungen zusammen“, verrät Hatt. „Zündet zum Beispiel der Westernheld mit einem Streichholz eine Zigarette an, müsste es anschließend sofort nach Schwefel, danach direkt nach Rauch riechen.“

Das 20. Jahrhundert verzeichnete viele Versuche, Filme nicht nur visuell einem breiten Publikum vorzustellen. So wurden noch bevor die Bilder sprechen lernten, direkt im Vorführraum blumige Parfums versprüht. In den 1950er und 1960er Jahren, die durchaus dem Futurismus wohlgesonnen waren, gab es unterschiedliche Varianten des Duft-Kintopps, beispielsweise wurden über Düsen in den Kinosesseln oder die Klimaanlage Aromen abgesondert.

So der Duft von Pferden und Gras für den Film „Behind The Wall“. Die Technik war allerdings sehr kostspielig und wurde von Kritikern bemängelt. Schließlich passten viele Duftnoten nicht zu den entsprechenden Szenen. Laut „Timer Magazin“ gehört das vielleicht populärste System „Smell-o-Vision“ heute zu den 50 schlechtesten Erfindungen aller Zeiten.

Auch „AromaRama“, „Scentovision“, „Smell-o-Rama“ scheiterten ebenso wie „Sensorama“, eine Art Filmkabine, die nicht nur Duft, sondern auch entsprechende Vibrationen erzeugt. „Odorama“ war der bislang letzte Versuch, das Kino auch für den Geruchssinn erlebbar zu machen. Hierbei handelt es sich um Rubbelkarten, die über verschiedene Aromafelder verfügen. Diese wurden beispielsweise für den Film „Polyester“ des Trash-Produzenten John Waters konzipiert, der 1981 auf die Leinwand kam.

Robert Gaßner, der am Berliner Institut für Technologiebewertung und Zukunftsstudien als Technikpsychologe arbeitet, erinnert sich, dass dies natürlich etwas von einem Scherzartikel gehabt habe. Mit dem Spaß wäre es schnell vorbei, wenn man realistische Düfte herstellen könnte. Es gebe einen riesigen Effekt, da man mit Gerüchen sofort zum Stammhirn gelange. Gaßner: „Düfte generieren Aufmerksamkeit, befeuern Emotionen und wecken Erinnerungen.“

Auch Geruchsforscher Hatt ergänzt, dass nur mit einem komplett sinnlichen Eindruck „wahre Empfindungen ausgelöst werden könnten. Entscheidend ist dabei die exakte Umsetzung. Denn wenn die künstlich hergestellte Landschaft nicht den realen Erfahrungen entspricht, setzt bei Handynutzern oder Zuschauern schnell Enttäuschung ein.“ Hatt weiter: „Jeder Mensch hat jedoch eine andere Vorstellung davon, wie beispielsweise eine Tulpe riecht. Zudem arbeitet der Geruchssinn bei jungen Menschen besser als beim ‚älteren Semester‘. Manche Menschen könnten zudem über Übelkeit und Kopfschmerzen klagen, wenn man die Düfte bei Apps und Geräten nicht individuell einstellen kann, andere werden vielleicht gar nichts riechen.“

Ganz neue Erfahrungen könnte das Fernsehen- und Kinopublikum auch mit anderen Sinneseindrücken wie Wind, Feuchtigkeit, Kälte und Wärme erleben. In der Wissenschaft heißt das „Multiple Sensorial Media“ („MulSemedia“). Seit einigen Jahren führt Christian Timmerer am Institut für Informationstechnologie der Universität in Klagenfurt dazu Experimente durch. So haben der Forscher und seine Kollegen zum Beispiel ein Softwaremodul erfunden, dass man mit YouTube verbinden kann. So werden den Bildern in den Videos entsprechende Informationen an Duftspender weiter geleitet.

„Die Filmbranche jedoch ist gefragt, wenn es um die sinnvolle Verbindung von Gerüchen und anderen Effekten mit Bildern geht“, weiß Kämmerer. „Dabei handelt es sich nämlich um eine künstlerische Tätigkeit, die wir nicht kreieren können. Dabei geht es zum Beispiel um die empfindlichen Nasen des Publikums oder um die vielen Leichen auf der Leinwand.“ Noch hat Hollywood kein großes Interesse „Smell-o-Vision 2.0“.

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