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Für die Pulsuhr kommt die Energie demnächst aus dem Schuh

„Wearables“ liegen voll im Trend. Nun haben Forscher der Hahn-Schickard-Gesellschaft gleich zwei „Energy Harvester“ entwickelt, die in den Laufschuhen integriert die notwendige Energie für die kleinen Fitnesshelfer erzeugen.

Pulsuhren, Fitnessarmbänder und andere kleine, portable elektronische Fitnesshelfer, auch „Wearables“ genannt, liegen schon seit einiger Zeit voll im Trend. Mit der Neuentwicklung der Forscher von der Hahn-Schickard-Gesellschaft kann die notwendige Energie für die kleinen Fitnesswächter demnächst direkt beim Joggen produziert werden. Dazu haben die Forscher gleich zwei Geräte entwickelt, die nach demselben Prinzip Energie erzeugen und im Schuh integriert sind. Der „Shock Harvester“ nutzt dazu den Impuls, der beim Auftreten der Ferse auf den Boden erzeugt wird. Der „Swing Harvester“ reagiert hingegen auf die Schwungbewegungen des Beines beim Joggen oder Gehen. Beide Varianten lassen sich in den Schuhsohlen platzieren.

Das physikalische Prinzip hinter der Neuentwicklung ist das der Induktion. Dabei wird eine induzierte Spannung durch Bewegungen zwischen Spulen und Magneten erzeugt, welche Energie erzeugt, die sich für elektronische Geräte nutzen lässt. Das Projekt befindet sich noch in der Testphase und ist noch nicht marktreif. Doch die Forscher sind mit den bisherigen Forschungs- und Testergebnissen zufrieden. In Versuchen ist es gelungen, bis zu sieben Mal in einer Sekunde Daten an ein Smartphone über eine Entfernung von 10 Metern zu senden. Es ist also durchaus möglich, dass Fitness-Fans die Energie für die Pulsuhr oder das Fitnessband schon bald mithilfe der kleinen „Akkus“ in ihren Laufschuhe selbst produzieren können.

Mit Brennstollzellen für den Haushalt selbst Strom produzieren

Die Stromkosten belasten die Haushaltskasse alle Verbraucher mehr und mehr. Kein Wunder, dass gerade auf dem Gebiet der günstigen Stromerzeugung findige Erfinder unterwegs sind, die es schaffen mit genialen Ideen die Energiekosten deutlich zu senken. So auch die Firma Sunfire aus Dresden, die eine neuartige Brennstoffzelle für den Haushalt entwickelt hat.

Mit Brennstoffzellen können Privathaushalte selbstständig und unabhängig von jedem Stromanbieter Strom und Wärme produzieren. Das Verfahren ist bereits seit Jahren bekannt und mancherorts durchaus in Gebrauch. Das Problem an dieser alternativen Brennstofftechnologie waren bislang jedoch die teuren Werkstoffe, wie etwa seltene Erden. Der Dresdener Firma Sunfire ist es nun gelungen, diese teuren Werkstoffe durch erheblich günstigere zu ersetzen. So werden für die von den Dresdenern entwickelten Brennstoffzellen die preiswerten Werkstoffen Glas oder Keramik verwendet und machen die hauseigene Stromproduktion damit wesentlich günstiger und attraktiver.

Derzeit befindet sich das Projekt noch in der Erprobungsphase und die Brennstoffzellen werden in einem bundesweiten Pilotprojekt in Einfamilienhäusern getestet. Das Testergebnis lässt bislang hoffen. So produziert eine Testfamilie aus Apolda mit den neuen Brennstoffzellen ihren kompletten Strom selbst. Die Familie hat keinen Stromanbieter mehr und speist stattdessen alles, was sie nicht selbst verbraucht in das öffentliche Netz ein. Der Strom wird dabei aus Erdgas produziert. Die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme nutzt die Familie für die Heizung und Warmwasserversorgung und spart durch die neuen Brennstoffzellen rund 1.000 Euro im Jahr ein.