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Neues Microsoft-Patent zur Desinfektion von Touchscreens

Es ist keine Neuentdeckung, dass UV-Licht desinfizierende Wirkung hat. Dieses Wissen hat sich nun auch Microsoft zu Eigen gemacht und ein Patent zur Desinfektion von Touchscreens mit Hilfe von UV-Licht angemeldet.

UV-Licht hindert Keime und Bakterien an der Zellteilung, verhindert damit eine weitere Vermehrung und tötet sie so ab. Damit wirkt UV-Licht desinfizierend. Das ist schon länger bekannt und wird bereits bei der Wasseraufbereitung genutzt. Nun hat sich auch Microsoft mit der desinfizierenden Wirkung von UV-Licht befasst und ein Patent zur Desinfektion von Touchscreens eingereicht.

Dabei soll der Touchscreen mit einer dünnen Schicht aus einem speziellen Material beschichtet werden. Woraus genau dieses Material besteht, wird in der Patentschrift nicht näher beschrieben. Das Material soll jedoch sichtbares und ultraviolettes Licht durchlassen. Nach dem Aufbringen auf den Touchscreen wird das UV-durchlässige Material von einer Seite mit einer UV-Lampe bestrahlt, sodass sich das UV-Licht in der dünnen Schicht verteilt und immer wieder reflektiert wird. Wird der Touchscreen nun an einer Stelle berührt, tritt das UV-Licht aus und desinfiziert diese Stelle. Keime und Bakterien können sich dort also nicht weiter vermehren und bei weiteren Berührungen auf andere Finger gelangen.

Es ist natürlich unklar, ob die im Microsoft-Patent vorgestellte Technik jemals in der Realität umgesetzt wird, doch nützlich wäre sie allemal. Heutzutage gibt es überall Touchscreens. An Geld- und Fahrkartenautomaten, in Aufzügen oder Waschmaschinen im Waschsalon werden Touchscreens täglich von vielen Menschen berührt. Mit der Microsoft-Technologie könnte verhindert werden, dass sich gefährliche Keime und Bakterien von Mensch zu Mensch übertragen und verbreiten.

Google Patent zur Erkennung von Schweißgeruch

Google hat mal wieder ein neues Patent angemeldet. Diesmal will sich das Unternehmen um den Wohlgeruch seiner Nutzer kümmern und meldet das Patent für ein Gerät an, das Schweißgeruch erkennen kann und den Nutzer dann sogar parfümiert.

Der US-Konzern Google hat ein neues Patent für ein Gerät angemeldet, das vor Schweißgeruch warnen soll und den Betroffenen parfümiert, sobald es einen schlechten Geruch signalisiert. Ob das patentierte Gerät letztendlich über als Smartphone, Smartwatch oder Fitnessband konzipiert wird, ist bis dato noch nicht bekannt.

Das Gerät kann natürlich nicht riechen und macht den Schweißgeruch indirekt aus. Es kann beispielsweise auf schlechten Geruch schließen, wenn der Nutzer über einen längeren Zeitraum mit einer erhöhten Geschwindigkeit, wie etwa beim Joggen, unterwegs war. Auch wenn es eine Erhöhung der Körpertemperatur ausmacht, schließt die Google Erfindung auf erhöhte Schweißproduktion und versprüht ihr Parfum. Wird die Nutzung zum Beispiel mit Google Maps kombiniert, kann es auch Freunde lokalisieren, denen man vielleicht mit Schweißgeruch nicht unbedingt begegnen möchte. Das Gerät informiert den Nutzer dann entsprechend und bietet ihm alternative Routen an. Anhand von Musik und Beleuchtung soll es erkennen können, ob ein „romantisches Dinner“ ansteht und dann entsprechend viel Parfum zum Einsatz bringen. Die Menge des Parfums soll individuell steuerbar sein. Alternativ soll sich die Parfümierung ganz abschalten lassen.

Ob und wann das patentierte Gerät tatsächlich auf den Markt kommen wird, steht, wie so häufig bei den Patentanmeldungen der großen Konzerne, noch nicht fest.

Mobiles WC

In Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und der häuslichen Pflege kommen bislang Toilettenstühle oder manuelle Schieber zum Einsatz. Das mobile Toilettensystem könnte schon bald beide WC-Systeme für Patienten und Pflegebedürftige ersetzen.

Im Krankenhaus müssen Patienten, die ihr Bett nicht verlassen können oder dürfen, ihre Notdurft bisher auf Toilettenstühlen oder mit Hilfe von manuellen Schiebern verrichten. Ebenso kommen diese WC-Systeme in Pflegeeinrichtungen oder bei der häuslichen Pflege zum Einsatz, wenn die Pflegebedürftigen die normale Toilette nicht mehr aufsuchen können. Ein neues mobiles Toilettensystem könnte die alten Systeme in Zukunft ablösen und die Toilettengänge für Patienten und Pflegebedürftige hygienischer und komfortabler machen. Auch für das Pflegepersonal bringt das neue System wesentliche Vorteile, denn es ist weitaus leichter zu handhaben und verringert den Pflegeaufwand erheblich.

Das mobile Toilettensystem eignet sich für den Einsatz direkt am Bett des Patienten. Es kann als rollender Toilettenstuhl genau wie als positionierbares Steckbecken eingesetzt werden und kann so in Kliniken und Pflegeeinrichtungen problemlos von einer Station zur anderen gebracht werden. Ebenso eignet sich das mobile Toilettensystem für die häusliche Pflege. Zum Betrieb des Systems ist lediglich ein Stromanschluss im Zimmer des Gebrauchs notwendig. Das System verkleinert die Exkremente, sodass sie in den zentralen Ablaufleitungen entsorgt werden können. Das System spült, reinigt und desinfiziert sich nach Gebrauch selbstständig. So könnte sich der Pflegeaufwand durch das mobile WC erheblich verringern.

Udo Weber, der Erfinder des neuen WC-Systems, hat seine Idee bereits patentieren lassen und ist noch auf der Suche nach Lizenznehmern oder Vertriebspartnern, um seine Erfindung vermarkten zu können.

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Sensorfarbstoffe für selbstständig warnende Bekleidung

Überall wandern Keime und Bakterien von Mensch zu Mensch und können zu Erkrankungen führen. Um Infektionen zu vermeiden, sollten für jeden Menschen Hygiene und häufiges Händewaschen zum Alltag dazugehören. Ohne diese einfachen Maßnahmen können sich Krankheiten, Bakterien und Keime schnell und ungehindert ausbreiten. Weitaus gefährlicher ist jedoch das Infektionsrisiko in Labors oder in der Krankenpflege. Joanneum Research hat zusammen mit seinem Forscherteam einen Sensorfarbstoff entwickelt, der durch Verfärbungen auf Bekleidungsstücken vor einer Infektionsgefahr warnen kann.

Joanneum Research hat zusammen mit seinem Team einen Sensorfarbstoff für Textilien entwickelt, der beim Kontakt mit giftigen Substanzen Textilen verfärbt und so vor Infektionsgefahr warnt. Vor allem bei der Arbeit in Labors kann diese Erfindung hilfreich und unter Umständen lebensrettend sein. Laborkittel, die selbstständig durch Verfärbung des Stoffes anzeigen, wenn unbemerkt ein Kontakt mit Giftstoffen besteht, sind eine Einsatzmöglichkeit der neuartigen Sensorfarbe. Doch auch bei der Wundbehandlung könnten die Sensorfarben eingesetzt werden. Verbandsmaterial könnte so selbstständig eine Infektion anzeigen. Im alltäglichen Leben wären Waschhandschuhe denkbar, die den ph-Wert des Badewassers überwachen und sich verfärben, sobald dieser außerhalb des hautschonenden Bereichs liegt.

Die Sensorfarbe für Textilien befindet noch in der Test- und Erprobungsphase. Noch ist die Unbedenklichkeit der Farbstoffe nicht zertifiziert und der Erfinder Joanneum Research hat noch keine Geschäftspartner für eine Umsetzung seiner Idee auf dem Markt gefunden. Sollte dies jedoch gelingen, könnten schon bald Textilien mit den intelligenten Farbstoffen für mehr Sicherheit in vielen Arbeits- und Lebensbereichen sorgen. Die aufgeführten Beispiele lassen zumindest aufhorchen, und wenn sich Praxis und Theorie angleichen, ist dies eine bahnbrechende Erfindung.