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Druckmessstrumpf für Diabetiker

Diabetiker leiden oft an Druckwunden und Geschwüren an den Beinen und Füßen. Das Fraunhofer-Institut hat nun einen neuen Druckmessstrumpf entwickelt, der die Patienten in Zukunft vor derartigen Beschwerden schützen könnte.

Nerven- und Durchblutungsstörungen an Füßen und Beinen sind eine häufige Folgeerscheinung der Diabetes. Dadurch wird das Schmerzempfinden der Patienten herabgesetzt, sodass sie eine falsche oder zu starke Belastung an den Füßen zu spät bemerken. Infolgedessen entstehen Druckgeschwüre und unangenehme Wunden, die aufgrund des Diabetes nur schlecht verheilen. Um zu starke Druckbelastungen zu verhindern, gibt es bislang nur Messsysteme in Form von Einlegesohlen, die lediglich die Druckbelastung an den Fußsohlen messen können. Das Fraunhofer Institut hat jetzt einen Druckmessstrumpf entwickelt, der mit Sensoren ausgestattet ist, die aus einer weichen und dehnbaren Elastomerfolie aus Silikon bestehen. Die neuartigen Sensoren können daher gut in textilen Geweben verarbeitet werden. Mit den Druckmessstrümpfen kann die Druckbelastung dreidimensional gemessen werden, sodass sie sich weitaus besser zur Prävention von Druckgeschwüren und Wunden eignen als die bisher genutzten Einlegesohlen.

Die gemessenen Daten können per Funkt an das Smartphone oder auf das Tablet gesendet werden, sodass sie jederzeit einfach und bequem abrufbar sind. Die neuen Druckmessstrümpfe wurden bereits als Prototyp hergestellt und werden aktuell auf der Messe Sensor & Test vorgestellt. Eine zukünftige Serienproduktion wäre für Diabetiker ein wirklicher Fortschritt und eine große Hilfe. Zudem wären die Strümpfe mit geschätzten Herstellungskosten von rund 250 Euro durchaus erschwingbar, sodass Experten sicher sind, dass die Neuentwicklung des Fraunhofer Instituts für Diabetiker in Zukunft tatsächlich erhältlich sein wird.

Magnetreißverschluss

Die beiden Schüler David Specht und Jimmy Nguyen haben einen Magnetreißverschluss erfunden, der sich durch seine besonders einfache Handhabung auszeichnet. Die Nachwuchserfinder erhielten für ihre geniale Idee bereits zwei Auszeichnungen erhalten und stellten nun auch im Fernsehen ihre Idee vor.

Vom Anorak bis hin zur Bettwäsche sind heutzutage unzählige Textilien mit Reißverschlüssen ausgestattet. Reißverschlüsse sind überaus praktisch und bequem. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass sie haken und sich doch nicht ganz so einfach schließen lassen. Zudem werden zum Schließen eines Reißverschlusses immer zwei Hände benötigt. Die beiden Schüler David Specht und Jimmy Nguyen aus Siegen haben einen Magnetreißverschluss entwickelt, der sich ganz einfach mit nur einer Hand verschließen ist und tatsächlich auch bombenfest hält. Nach vielen Versuchen haben die beiden Schüler ein Verfahren entwickelt, das richtig funktioniert und bereits als Prototyp existiert. Für den Magnetreißverschluss werden viele kleine magnetische Kugeln in einen Kunststoffschlauch integriert. So ziehen sich die offenen Reißverschlussseiten gegenseitig an und halten das Kleidungsstück zusammen. Daher lässt sich der Magnetreißverschluss auch so einfach mit nur einer Hand verschließen.

Für ihre Erfindung erlangten die Nachwuchstüftler bereits den Regionalsieg bei Jugend forscht und erhielten beim Landeswettbewerb in Fellbach den von der Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V. gestifteten Sonderpreis „Innovationen für Menschen mit Behinderung“ im Fachgebiet Arbeitswelt. Die Schüler haben für den Magnetreißverschluss bereits das Patent angemeldet und den Prototyp auf mehreren Messen vorgestellt. Es bleibt also abzuwarten, ob schon demnächst die ersten Kleidungsstücke mit einem Magnetreißverschluss ausgestattet sein werden.

Clevermess – Schuh- und Fußmessgerät für Kinder

Das Problem wirklich gut passende Kinderschuhe zu finden kennen wohl alle Eltern. Nicole Oberhofer haben die eigenen Erfahrungen mit zu großen oder zu kleinen Kinderschuhen auf die Idee des „Clevermess“ Schuh- und Fußmessgerät für Kinder gebracht.

Falsches Schuhwerk kann auf Dauer die Füße nachhaltig schädigen und sicher ist alles, nur nicht das gewollt. Das wissen vor allem Eltern, denn die schnell wachsenden Kinderfüße machen den Schuhkauf oftmals äußerst schwierig. Kinder spüren nicht, ob die Schuhe wirklich passen oder drücken. Auch die klassische „Daumenkontrolle“ ist nicht wirklich zuverlässig und selbst die herkömmlichen Messgeräte in den Schuhgeschäften messen nicht absolut genau. Das neue Messgerät „Clevermess“ misst digital die Länge und Breite von Füßen und von Schuhen und kann so exakt ermitteln, ob die Schuhe zu groß, zu klein, zu weit oder zu eng sind. Das kleine und handliche Gerät misst Fußgrößen von 21 bis 41 und ist damit selbst für Erwachsenenfüße einsetzbar.

Nicole Oberhofer ist selbst Mutter einer Tochter und kannte das Problem schlecht sitzender und zu großer oder zu kleiner Kinderschuhe daher aus eigener Erfahrung gut. Das brachte sie letztendlich auf die Idee ein Messgerät zu entwickeln, dass auf digitaler Basis absolut zuverlässig Füße und Schuhe vermisst. Die findige Tüftlerin aus Titting im Landkreis Eichstätt, Bayern, brauchte insgesamt 2 Jahre Entwicklungszeit, bevor der erste Prototyp des kleinen Gerätes fertig war. Inzwischen hat sie auch das Patent für ihre Erfindung und will im nächsten Jahr mit dem „Clevermess“ in die Produktion gehen. Vorgestellt hat sie ihre Erfindung nun schon einmal auf der iENA 2014.