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Für die Pulsuhr kommt die Energie demnächst aus dem Schuh

„Wearables“ liegen voll im Trend. Nun haben Forscher der Hahn-Schickard-Gesellschaft gleich zwei „Energy Harvester“ entwickelt, die in den Laufschuhen integriert die notwendige Energie für die kleinen Fitnesshelfer erzeugen.

Pulsuhren, Fitnessarmbänder und andere kleine, portable elektronische Fitnesshelfer, auch „Wearables“ genannt, liegen schon seit einiger Zeit voll im Trend. Mit der Neuentwicklung der Forscher von der Hahn-Schickard-Gesellschaft kann die notwendige Energie für die kleinen Fitnesswächter demnächst direkt beim Joggen produziert werden. Dazu haben die Forscher gleich zwei Geräte entwickelt, die nach demselben Prinzip Energie erzeugen und im Schuh integriert sind. Der „Shock Harvester“ nutzt dazu den Impuls, der beim Auftreten der Ferse auf den Boden erzeugt wird. Der „Swing Harvester“ reagiert hingegen auf die Schwungbewegungen des Beines beim Joggen oder Gehen. Beide Varianten lassen sich in den Schuhsohlen platzieren.

Das physikalische Prinzip hinter der Neuentwicklung ist das der Induktion. Dabei wird eine induzierte Spannung durch Bewegungen zwischen Spulen und Magneten erzeugt, welche Energie erzeugt, die sich für elektronische Geräte nutzen lässt. Das Projekt befindet sich noch in der Testphase und ist noch nicht marktreif. Doch die Forscher sind mit den bisherigen Forschungs- und Testergebnissen zufrieden. In Versuchen ist es gelungen, bis zu sieben Mal in einer Sekunde Daten an ein Smartphone über eine Entfernung von 10 Metern zu senden. Es ist also durchaus möglich, dass Fitness-Fans die Energie für die Pulsuhr oder das Fitnessband schon bald mithilfe der kleinen „Akkus“ in ihren Laufschuhe selbst produzieren können.

Schuhlöffel für Skifahrer

Skifahrer kennen das Problem: Das Ein- und Aussteigen in die Skischuhe gestaltet sich meist mehr als schwierig und mühselig. Das könnte der neuartige Schuhlöffel eines findigen Schlossermeisters aus Bayern vielleicht schon bald ändern.

Schlossermeister Karl-Heinz Wießner ist selbst schon seit vielen Jahren ein passionierter Skifahrer und kennt das schwierige und anstrengende Ein- und Aussteigen aus den Skischuhen aus eigener Erfahrung gut. Doch die Idee zu seinem Schuhlöffel für Skischuhe kam ihm im heimischen Wohnzimmer und nicht auf der Skipiste. Bis er endlich auf die endgültige Konstruktion kam, entwarf er etwa ein Dutzend verschiedene Versionen der Ein-und Ausstiegshilfe. Nun hat er bei der Landesgewerbeanstalt Nürnberg das Gebrauchsmuster angemeldet und seine Idee damit für die nächsten drei Jahre deutschlandweit schützen lassen.

Optisch erinnert der Schuhlöffel für Skischuhe an die allgemein bekannten Versionen. Wießners Erfindung besteht jedoch aus Blech und besitzt zwei wesentliche Modifikationen, die das Gerät perfekt zum Gebrauch für Skifahrer macht. Der Schuhlöffel besteht aus einer längeren und einer kürzeren Seite. Die längere Seite dient zum Einstieg und besitzt einen Henkel. Dieser sorgt dafür, dass das Gerät beim Einsteigen nicht zusammen mit dem Fuß nach unten rutscht und die gelockerte Zunge des Schuhs nachgibt. Beim Aussteigen aus den Skischuhen wird die kürzere Seite in den Schuh gesteckt. Sie besitzt eine Art Halterung, mit der der Fuß aus dem Schuh herausgezogen wird. Dazu wird einfach ein Holzgriff am langen Ende des Geräts aufgesteckt und nach unten gedrückt. Was sich kompliziert anhört, dauert in Wirklichkeit nur wenige Sekunden und ist laut Erfinder überaus effektiv und einfach. Ob der Schuhlöffel tatsächlich auf der Skipiste und für den Markt alltagstauglich ist, dürfen die Mitglieder aus dem Skiclub des Erfinders in der nächsten Skisaison testen.

Clevermess – Schuh- und Fußmessgerät für Kinder

Das Problem wirklich gut passende Kinderschuhe zu finden kennen wohl alle Eltern. Nicole Oberhofer haben die eigenen Erfahrungen mit zu großen oder zu kleinen Kinderschuhen auf die Idee des „Clevermess“ Schuh- und Fußmessgerät für Kinder gebracht.

Falsches Schuhwerk kann auf Dauer die Füße nachhaltig schädigen und sicher ist alles, nur nicht das gewollt. Das wissen vor allem Eltern, denn die schnell wachsenden Kinderfüße machen den Schuhkauf oftmals äußerst schwierig. Kinder spüren nicht, ob die Schuhe wirklich passen oder drücken. Auch die klassische „Daumenkontrolle“ ist nicht wirklich zuverlässig und selbst die herkömmlichen Messgeräte in den Schuhgeschäften messen nicht absolut genau. Das neue Messgerät „Clevermess“ misst digital die Länge und Breite von Füßen und von Schuhen und kann so exakt ermitteln, ob die Schuhe zu groß, zu klein, zu weit oder zu eng sind. Das kleine und handliche Gerät misst Fußgrößen von 21 bis 41 und ist damit selbst für Erwachsenenfüße einsetzbar.

Nicole Oberhofer ist selbst Mutter einer Tochter und kannte das Problem schlecht sitzender und zu großer oder zu kleiner Kinderschuhe daher aus eigener Erfahrung gut. Das brachte sie letztendlich auf die Idee ein Messgerät zu entwickeln, dass auf digitaler Basis absolut zuverlässig Füße und Schuhe vermisst. Die findige Tüftlerin aus Titting im Landkreis Eichstätt, Bayern, brauchte insgesamt 2 Jahre Entwicklungszeit, bevor der erste Prototyp des kleinen Gerätes fertig war. Inzwischen hat sie auch das Patent für ihre Erfindung und will im nächsten Jahr mit dem „Clevermess“ in die Produktion gehen. Vorgestellt hat sie ihre Erfindung nun schon einmal auf der iENA 2014.