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Neue Prägetechnik und Prägeanlage zur Münzfertigung

Die Firma Schuler aus Göppingen ist Weltmarkführer im Bereich der Umformtechnik und stellt vor allen Anlagen zur Münzfertigung her. Nun hat das Traditionsunternehmen eine völlig neuartige Münzprägeanlage entwickelt, mit der zunächst einmal Sammlermünzen mit einem neuen Polymer-Ring geprägt werden sollen.

Das Göppinger Traditionsunternehmen Schuler hat schon mehrmals ganz neue Prägepressen für Münzen entwickelt und ist der Weltmarkführer in diesem Bereich. Nun entwickelte Schuler eine Prägepresse, mit der in Zusammenarbeit mit den staatlichen Prägeanstalten in Baden-Württemberg und Bayern zunächst Fünf-Euro-Sammlermünzen hergestellt werden sollen. Das Besondere an diesen Münzen ist ein zum Teil lichtdurchlässiger Polymer-Ring, der prägbar ist und in unterschiedlichen Farben gestaltet werden kann. Die Sammlermünzen tragen den Namen „Planet Erde“ und werden in den zwei Qualitäten Stempelglanz und Spiegelglanz auf den Markt kommen. Die Weltneuheit wird im kommenden Jahr herausgegeben werden und soll mit ihrem futuristischen Aussehen vor allem junge Sammler ansprechen.

Die neue Prägetechnik mit Polymer-Ring ist jedoch nicht ausschließlich zur Herstellung von Sammlermünzen interessant, sondern könnte in Zukunft auch bei Münzen zum normalen Zahlungsverkehr verwendet werden. Die besondere Herausforderung bei der Entwicklung der neuen Technik liegt darin, insgesamt drei Materialien so miteinander zu verbinden, dass sie genauso fest zusammenhalten wie Bimetall-Münzen. Bei der Entwicklung der neuen Technologie konnte das Unternehmen auf seine langjährige Erfahrung zurückblicken. Inzwischen hat Schuler für die neue Prägetechnik und die Entwicklung einer entsprechenden Prägeanlage gleich mehrere Patente beantragt.

Schnelle Hilfe bei Überschwemmungen – das Sandsackfüllgerät

Wenn Hochwasser die Ortschaften bedroht, sind die guten alten Sandsäcke immer noch ein schnelles und wirksames Mittel, um die Wasserfluten aufzuhalten. Feuerwehrmänner, Helfer vom THW, Bundeswehrsoldaten und jede Menge freiwillige Helfer aus der Zivilbevölkerung, die schon einmal bei Hochwassereinsätzen geholfen haben wissen, wie mühselig das Befüllen der Sandsäcke ist. Durch eigene Erfahrungen inspiriert hat Jens Kunze aus Sachsen ein neues Sandsackfüllgerät erfunden, das absolut simpel, dafür aber umso effektiver ist.

Jens Kunze aus St. Egidien in Sachsen hat schon zweimal die furchtbare Bedrohung seines Heimatortes durch Hochwasser aktiv miterlebt. In den Jahren 2002 und 2013 war er als aktiver Helfer dabei und kennt das mühsame Befüllen von Sandsäcken aus eigener Erfahrung. Zwar gibt es bereits eine Art Standtrichter, in den der Sand hineingeschaufelt und unten in einem Sack aufgefangen wird. Dazu sind aber zwei Helfer notwendig. Der eine schaufelt unermüdlich Sand in den Trichter, der andere hält den Sandsack unter den Trichter. Das erschien dem Erfinder des neuen Sandsackfüllgerätes zu aufwendig, zu anstrengend und zu langsam.

Das Sandsackfüllgerät von Jens Kunze ist ebenfalls ein trichterförmiges Gerät. Allerdings kann hier der leere Sandsack über die untere Trichteröffnung gestülpt und mit der oberen breiteren Seite der Sand in den Trichter geschaufelt werden. So kann eine Person ohne weitere Hilfsmittel und ohne zweiten Helfer einen Sack befüllen. Das einfache, aber wirkungsvolle Gerät wurde bereits mit großem Erfolg von Feuerwehr und Bundeswehr getestet. Dabei stellte es seine Effektivität eindrucksvoll unter Beweis, denn mit dem Sandsackfüllgerät ließen sich innerhalb von drei Minuten gut doppelt so viele Sandsäcke befüllen als auch herkömmliche Art.

Defikopter – schnelle Rettung bei Kammerflimmern

Am plötzlichen Herztod sterben bundesweit mehr als 100.000 Menschen pro Jahr. Setzt das sogenannte Kammerflimmern ein, kann nur noch ein Defibrillator helfen. Doch in ländlichen Gebieten ist dieser meist nicht schnell genug vor Ort. Mit dem Defikopter könnte dies anders werden, denn der bringt den Defibrillator schnellstmöglich an jeden beliebigen Ort.

Jahr für Jahr sterben mehr als 100.000 Menschen in Deutschland am plötzlichen Herztod. Betroffen davon sind Menschen jeden Alters. Ganz plötzlich und unerwartet setzt das sogenannte Kammerflimmern ein, das ohne eine schnelle Hilfe unmittelbar zum Tod führt. In diesem Zustand kann nur noch ein Defibrillator (Elektroschockgeber) Hilfe bringen. In Großstädten und Ballungsgebieten sind Defibrillatoren vielerorts schnell erreichbar, denn im Notfall können die Geräte selbst von Laien bedient werden. In Einkaufszentren, Bahnhöfen und anderen öffentlichen Einrichtungen stehen die Geräte daher vielerorts für den Notfall bereit, ohne dass die meisten Menschen davon etwas ahnen. Doch in ländlichen Gebieten und schwer zugänglichen Gegenden ist dies anders. Bis der Rettungsdienst eintrifft, ist es meist zu spät.

Friedrich Nölle kam in Zusammenarbeit mit dem Verein Definetz e.V. und dem Drohnenentwickler Marius Schröder auf die Idee des Defikopters. Das ist eine Spezialdrohne, die den Defibrillator in kürzester Zeit selbst an schwer zugänglichen Stellen transportieren kann. Bei dem neuen Rettungssystem wird gleichzeitig mit dem Notruf auch die Drohe aktiviert. Diese fliegt vollautomatisch zum Notrufstandort und wirft dort den Defibrillator mit einem Fallschirm ab. In dünn besiedelten und ländlichen Gebieten könnten so in Zukunft viele Menschenleben gerettet werden.